​Leseprobe


​Rezension

Zeitreise durch Ost-Sachsen

Schienenwege gestern und heute

144 Seiten, Hardcover, Format 22,3 x 29,7 cm, ca. 250 Farb- und historische Schwarzweißfotos

 

ISBN: 978-3-8375-1863-4
Autor: Marks, Wollny, Heinrich
Erscheinungstermin: 15.11.2017

Printausgabe
Best.Nr.: 581702

29,95 €

eBook
Best.-Nr.: 581702-e

24,99 €

Dresden und das östliche Sachsen blicken auf eine lange und interessante Geschichte der Eisenbahn zurück. Auf vielen Strecken dominierte bis in die 1980er Jahre die Dampftraktion, entsprechend bekannt waren und sind viele Strecken dieser auch landschaftlich faszinierenden Region.

Die Wende in der DDR hat dort natürlich wie überall in der einstigen DDR das Bahnwesen quasi auf den Kopf gestellt. Entsprechend eindrucksvoll sind die Bildvergleiche, die wir in diesem Band der sehr erfolgreichen VGB-Buchreihe Schienenwege durch die Zeit präsentieren.

André Marks, ein anerkannter Kenner der sächsischen Eisenbahngeschichte, hat mit großer Sorgfalt alte Aufnahmen von namhaften Fotografen ausgewählt und die heutige Situation nachgestellt.

Auszüge aus unserem Inhalt

  • Vorwort
  • Einstimmung: die Eisenbahnen in Ostsachsen

 

  • Der Ausgangspunkt Dresden:

Dresden Hauptbahnhof – Dresden Mitte – Dresden-Neustadt

 

  • Die Hauptstrecke Dresden – Görlitz:

Dresden Industriegelände – Dresden-Klotzsche – Radeberg – Arnsdorf (b Dresden) – Bischofswerda – Demitz-Thumitz – Seitschen – Bautzen – Löbau – Rosenhain – Reichenbach (Oberlausitz) – Gersdorf (b Görlitz) – Görlitz

 

  • Die Strecke Dresden-Klotzsche – Königsbrück – Straßgräbchen Bernsdorf:

Ottendorf-Okrilla – Königsbrück – Schwepnitz – Straßgräbchen-Bernsdorf

 

  • Der Streckenabschnitt Arnsdorf (b Dresden) – Kamenz (Sachs):

Pulsnitz – Kamenz (Sachs) – Bernbruch

 

  • Die Strecke Bautzen – Königswartha – Knappenrode/– Hoyerswerda:

Radibor – Neschwitz – Königswartha

 

  • Die Strecke Löbau – Weißenberg – Großdubrau – Radibor (Sachs):

Weißenberg – Großdubrau

 

  • Die Eisenbahnen nördlich und südlich von Görlitz:

Görlitzer Kreisbahn: Königshain-Hochstein

Kohlfurt – Roßlau: Hoyerswerda – Niesky

Görlitz – Cottbus: Horka – Weißwasser

Görlitz – Zittau: Görlitz-Weinhübel – Deutsch-Ossig – Hagenwerder – Hirschfelde

 

  • Die Zittauer Schmalspurbahn:

Zittau Betriebsgelände – Zittau Haltepunkt – Zittau Süd – Kurort Oybin

 

  • Die Strecken von Zittau in Richtung Bischofswerda:

Pethau – Mittelherwigsdorf – Leutersdorf – Oberoderwitz Oberdorf – Eibau – Neugersdorf – Ebersbach (Sachs) – Sohland (Spree) – Schirgiswalde – Wilthen – Neukirch (Lausitz) Ost – Putzkau

 

  • Die Querverbindungen von der Zittauer zur Görlitzer Strecke:

Oberoderwitz – Löbau: Herrnhut – Obercunnersdorf – Löbau

Ebersbach (Sachs) – Löbau: Großschweidnitz – Dürrhennersdorf – Ebersbach (Sachs)

Bautzen – Wilthen: Singwitz – Gnaschwitz

Großpostwitz – Löbau: Cunewalde – Obercunewalde

 

  • Von Dresden durchs Elbtal in die Sächsische Schweiz:

Dresden-Zschachwitz – Heidenau – Pirna – Stadt Wehlen – Königstein – Bad Schandau – Krippen – Schöna

 

  • Pirna – Dürrröhrsdorf – Arnsdorf und Dürrröhrsdorf – Neustadt (Sachs):

Elbbrücke Pirna – Dürrröhrsdorf – Dittersbach (b Dürrröhrsdorf) – Stolpen – Langenwolmsdorf Mitte

 

  • Von Bad Schandau ins Tal der Kirnitzsch und nach Neukirch:

Kirnitzschtalbahn: Bad Schandau – Lichtenhainer Wasserfall

Eisenbahn Bad Schandau – Neukirch (Lausitz) West: Elbbrücke Bad Schandau – Rathmannsdorf – Ulbersdorf – Amtshainersdorf – Sebnitz – Neustadt (Sachs) – Langburkersdorf – Neukirch (Lausitz) West

 

Diese Ausgabe können Sie auch online in unserem Bahn-Kiosk für Tablets und Smartphones erwerben. Erst stöbern, dann lesen! Mit kostenfreier Heft-Vorschau.

Bewertung abgeben
* Ja, ich bin mit der eventuellen Veröffentlichung meiner Rezension (bei der jeweiligen Produktbewertung) sowie im Rahmen unserer Produkt­bewerbungen und meines Namens einverstanden. Diese Einwilligung kann ich jederzeit für die Zukunft widerrufen.

Datum: 23.04.2018

Wenn jetzt das Grün in der Natur wieder erwacht, dann bekommen viele Eisenbahnfreunde wieder Lust auf Exkursionen. Dafür hat der Rezensent schon eine Zielregion gefunden: die Oberlausitz. „Schuld“ daran ist ein im letzten Herbst erworbenes Buch mit dem oben genannten sperrigen Namen aus der Feder vom PK-Redakteur André Marks. Dieser wählte vor etwa einem Jahr mehr als 100 historische Aufnahmen aus der Region Dresden/Görlitz/Zittau aus und versuchte vom exakt gleichen Aufnahmestandort wie Burkhard Wollny, Rainer Heinrich, Horst Schrödter, Günter Meyer und andere Fotografen in den 1960er bis 1990er Jahren die heutige Situation zu fotografieren. Derartige Gegenüberstellungen von einst & jetzt sind natürlich nichts Neues und sie gibt es bei vielen Verlagen. Aber die vor mehreren Jahren von der VGB eröffnete Buchreihe bietet nicht nur vom Motiv her reizvolle, sondern auch qualitativ hochwertige Bildpärchen. Das zeigt sich an der Abdruckgröße und der Druckqualität der teils mit großem Aufwand erstellten Aufnahmen. So kraxelte André Marks nach eigenen Angaben 500 m durchs Unterholz, nur um den Bahnhof Bad Schandau wie Peter Hauswald 1968 von der Hangseite aus zu fotografieren. Die Bildvergleiche aus dem Elbtal belegen die dort sehr hohe Bedeutung der Eisenbahn. Der Großteil der übrigen Bildpärchen stimmt eher nachdenklich: Welchen Niedergang hat die Eisenbahn in der Oberlausitz in den vergangenen Jahren hinnehmen müssen! Drängte sich in der Vergangenheit auf so manchem Gleis einst Güterwagen an Güterwagen, so erstrecken sich heute dort teils Busbahnhöfe, Radwege – oder einfach nur Bäume. Es ist ein Genuss für den Leser die vielen kleinen Spitzen, aber auch offen ausgesprochenen Anklagen in den Bildtexten von André Marks zu lesen. Sei es sein Fazit von der „Verbuschung und Verwaldung“ von Kulturlandschaften oder die Kritik an der Vernichtung von Kreuzungsmöglichkeiten, was die Leistungsfähigkeiten viele Eisenbahnstrecken kastrierte. Deshalb bergen Exkursionen auf den Spuren der Fotografen auch viel Wehmut – versprechen jedoch andererseits ebenfalls Spannung und Abenteuer. Lob verdienen die Vortexte zu den vorgestellten Strecken, wobei Marks die Strecke von Horka nach Rothenburg vergessen hat zu erwähnen. Wie von der im Text erwähnten Linie Kamenz – Bischofswerda und von der Waldeisenbahn Muskau gibt es von dort keine Aufnahmen im Buch. Alle übrigen in den 1960er Jahren in Ostsachsen noch vorhandenen Eisenbahnlinien – und sogar die Kirnitzschtalbahn sowie die Steinbruchbahn in Bernbruch bei Kamenz – sind auf den 115 Bildpärchen berücksichtigt. Das Spektrum der Aufnahmen wechselt dabei angenehm zwischen Bahnhöfen, Haltepunkten, Viadukten und Bahnbetriebswerken. Der Zittauer Schmalspurbahn widmete Marks ganze sechs Seiten. Fazit: Ein qualitativ hochwertiger Bildband voller Überraschungen. Wer seit dem Ende der Dampfzeit auf der Regelspur nicht mehr in der Oberlausitz war, der weiß dank diesem Buch, wo er beruhigt wieder einmal hinfahren sollte – und wo ihn große Wehmut erfassen wird.

Datum: 30.11.2017

Die Bildzeilen sind journalistische Meisterwerke: In wenigen Zeilen wird den Lesern nicht nur beschrieben, was sie auf den Fotos sehen, sondern auch der zweite und dritte Blick geschenkt. Was hat sich verändert in wenigen Jahrzehnten? Wohin geht – buchstäblich – die Reise?