Ruhr-Metropole Essen

Eisenbahn-Impressionen der 1950er, 1960er, 1970er

64 Seiten, Format 21, cm x 14,8 cm quer, 61 Abbildungen, Flexcover-Einband 

ISBN: 978-3-8375-1203-8
Erscheinungstermin: 14.03.2014

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Man kann die 50er – 70er Jahre des letzten Jahrhunderts als große Zeit der Eisenbahn bezeichnen. Ohne sie wären weder Wiederaufbau noch Wirtschaftswunder möglich gewesen, die Eisenbahn war das Rückgrat, an dem sich Essen und das Revier nach den verheerenden Kriegszerstörungen wieder aufrichtete. Dieser Bildband vermittelt Impressionen aus jenen Tagen, als sich Essen neu erfand, die Bundesbahn noch dampfte, pralle Diesellok-Rundungen einträchtig neben nüchternen Einheits-Elloks standen und Stahl und Kohle noch den Takt des Essener Lebens bestimmten.

Auszüge aus unserem Inhalt

Essen, die heutige Halbmillionenstadt im Herzen des Ruhrgebiets, kann auf über 1000 Jahre Geschichte zurückblicken. Das namensgebende Kirchenstift Essen wurde 852 in einer bereits vorgeschichtlich besiedelten Region gegründet. Es lag im heutigen Stadtzentrum und wurde erst 1803 aufgelöst. Im Jahr 1377 wurde Essen freie Reichsstadt. Gegen Ende des 16. Jahrhunderts gewann die Metallverarbeitung zunehmende Bedeutung für Essen, die Stadt etablierte sich als Waffenschmiede.

 Seit der Industrialisierung im 19. Jahrhundert sind Essen und Krupp untrennbar miteinander verknüpfte Namen. Bereits die Gussstahlfabrik von 1811 brachte viele Essener in Lohn und Brot, unaufhaltsam wurde der Aufstieg zur Metropole mit der Krupp’schen Erfindung des nahtlosen Radreifens im Jahr 1846. 

Die Lage der Stadt im Ruhrtal auf mächtigen Kohleflözen bot beste Voraussetzungen zur rasanten Entwicklung der Montan- und Schwerindustrie. Mit dem steigenden Arbeitskräftebedarf wuchs auch die Bevölkerungszahl, mit der steigenden Industrieproduktion der Bedarf an Rohstoffen und Transportmöglichkeiten. So verwundert es nicht, dass sich in Essen bis zum Ende des 19. Jahrhunderts das dichteste Eisenbahnnetz des Ruhrgebiets entwickelte, das die unzähligen Zechen, Hütten und sonstigen Industriebetriebe im Stadtgebiet miteinander verflocht. Die Eisenbahn war gleichzeitig Antrieb und Getriebene der industriellen Entwicklung, sie benötigte selbst Unmengen Stahl und Kohle, um ihre Transportleistung erbringen zu können, mit der sie wiederum die Industrie mit Rohstoffen versorgte, Arbeiter heranbrachte und die geschaffenen Güter ins ganze Land verteilte. Seit Ende des 19. Jahrhunderts war Essen eine eigene Eisenbahndirektion, die bis zur Auflösung der Direktionen mit der Gründung der DB AG 1994 zu einer der bedeutendsten heranwuchs.

Auch wenn das heutige Leben ohne Bahn nicht denkbar wäre, kann man doch die 50er – 70er Jahre des letzten Jahrhunderts als große Zeit der Eisenbahn bezeichnen. Ohne sie wären weder Wiederaufbau noch Wirtschaftswunder möglich gewesen, die Eisenbahn war das Rückgrat, an dem sich Essen und das Revier nach den verheerenden Kriegszerstörungen wieder aufrichtete. Dieser Bildband vermittelt Impressionen aus jenen Tagen, als sich Essen neu erfand, die Bundesbahn noch dampfte, pralle Diesellok-Rundungen einträchtig neben nüchternen Einheits-Elloks standen und Stahl und Kohle noch den Takt des Essener Lebens bestimmten.

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Datum: 16.06.2015

Ein Super Buch mit hervorragenden, historischen Aufnahmen. Wer sich für das Ruhrgebiet und seine Eisenbahn interessiert, muss diesesen Bildband einfach haben. Es werden sowohl die öffentlichen als auch Werk- und Zechenbahnen. Mit eindrucksvollen Bildern und sachkundigen Bildunterschriften, sowie vereinzelt längeren Texten beschrieben. Das Buch stellt eine Zeitreise durch die Eisenbahngeschichte des Ruhrgebiets dar und ist wirklich zu empfehlen.