Robin Garn: Heißdampf

Fotografien und Erlebnisse in Deutschland (1973 – 2020)

224 Seiten, Format 29,5 x 28,0 cm, gebunden, Hardcover, 420 Fotos (davon 363 in Farbe)

ISBN: 978-3-8375-2330-0
Autor: Robin Garn
Erscheinungstermin: 04.12.2020

Ein neuer Dampflok-Bildband. In diesen Zeiten? Wann, wenn nicht jetzt! Wir spüren, dass sich die Eisenbahn in Deutschland in den letzten Jahrzehnten dramatisch verändert hat. Die Teilung unseres Landes in Ost und West und erst recht die Dampflokzeit scheinen dagegen weit zurückzuliegen. Und doch prägen beide die Erinnerungen vieler Eisenbahnfreunde bis heute.

Heißdampf nennt Robin Garn seine Verabredungen mit dieser Vergangenheit deutscher Eisenbahnwelten. Er bedient sich mehrerer fotografischer Erzählperspektiven. Die eines Dokumentaristen sind ihm ebenso zu eigen wie die Blickwinkel eines Lichtjägers oder Romanciers. Er mischt Augenblicke wunderschöner Bahnlandschaften mit Auftritten von „König Dampf“, mit seiner Nähe zu den „Schwarzen“, den Lokmännern, und zu seinen Weggefährten.

Zugute kommt dem Leser dabei, dass der Autor von Anbeginn am Bahndamm in zunehmend tagebuchähnlicher Weise Notizen geführt hat, sodass seine Begleittexte von ebenso großer Vielschichtigkeit und voller abenteuerlicher Begebenheiten sind wie seine Aufnahmen. So lebt seine Darstellung aus der Optik, seinen präzisen Beobachtungen und einem weiten Blick, der über die Tage hinausgeht - bis in die Gegenwart.

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Datum: 29.12.2020

Das neueste Buch des bekannten Autors Robin Garn, dieser Tage erschienen, gehört in die Literatur-Klasse „Meisterwerke“: Hier berichtet ein begnadeter Jongleur von Worten und Bildern über sein Leben mit der Eisenbahn. „Berichtet“? Nein: Zelebriert erlebte Ereignisse, Szenarien und Blitzlichter! Wer Robin Garn aus bisherigen Veröffentlichungen kennt, weiß seine lebhafte Schreibweise zu schätzen, seine geistreich-humorvollen Szenebeschreibungen, sein Aufspüren und bunt-schillerndes Beleuchten selbst kleiner Rand-Ereignisse, seine Ideenvielfalt fürs Tun, seine Beharrlichkeit in der Verwirklichung. Selbst spleenigste Vorstellungen, so unmöglich sie auf den ersten Blick auch sein mögen, kommen da nicht zurück in die Schublade! Und - fast überflüssig zu betonen - all‘ das garniert mit Bildern höchster Qualität. „Eisenbahn-Bilder“? Weit gefehlt: Kunstvolle Kompositionen! Mit Motiven weit jenseits von „Stangen-unten“-Idealen und Schönwetter-Klassikern: Indoor->outdoor-Fotografie etwa, durchs Küchenfenster draußen auf die dahinstürmende Pacific, aus der stillgelegten Turbinenhalle durchs Guckloch auf die ausfahrende Mikado oder aus dem Möbellager von „VEB Holz & Wurm“ (oder ähnlich) auf den „Jumbo“ vorm Schotter-Zug. Oder langgestreckte Dampfwolken-Kompositionen mit drei dezenten Spitzenlichtern unter pastellroten Himmelszeichnungen noch vor Sonnenaufgang, die selbst notorische Frühaufsteher unter uns noch zum Staunen bringen. Oder – Achtung, Höhenängstliche bitte gleich weiterbblättern! – mit Motiven der „hohen Fotografie“, Beschleunigern der Herzfrequenz: Kirchturmfotografien, Ausblicke von Ballonfahrern oder Perspektiven von Fabrikschlot-Maurern. „Menschen im Bild“? Alles andere als tabu bei Garn. Ausdrucksstark so szenezentriert in den Sucher genommen, daß es dem Betrachter bald dämmert: „Warum bloß ham‘wer sowas damals gemieden wie der Teufel das Weihwasser!?“… Menschen und Maschinen eben, auch hier eine untrennbare Symbiose! Unwichtiger Klimbim schließlich, immer wieder bunt untergemischt: Kneipenszenen der Kämpen nach Sonnuntergang, Fahrkarten, Visum-Stempel, Pfiff-Klub-Ausweis. Selbst Abbilder der auf Holperstraßen verschlissenen Karossen fehlen nicht, vom Buckel-Volvo über „Enten“ und "R4s" bis zum Opel Commodore, der, unversehens havariert, von der im Gasthaus „Zeisig“ tagenden Hochzeitsgesellschaft wieder flott gemacht wird, während die weiß-geschmückte Braut verdattert an der Hausecke steht... Kurzum: Wer humorvoll-Erzähltes, geistreich Kommentiertes und einfallsreich bis wagemutig gesuchtes Erleben schätzt und sich dazu auch noch hohe Fotokunst wünscht – der macht gewiß einen Fehler, wenn er hier an einem „Fuffziger“ spart.

Datum: 17.11.2020

Kein anderer Autor kann so plastisch, emotional und fundiert über die (hauptsächlich) Dampflokzeit - insbesondere auf dem Gebiet der DDR und im wieder vereinigten Deutschland - schreiben wie Robin Garn. Und auch seine Fotos sprechen eine eigene Sprache, die mich immer wieder begeistert. Bewertung aus unserer Testleser-Aktion www.vgbahn.de/testleser

Datum: 12.11.2020

Ein fantastisches "Dampferlebnis". Man fühlt sich, als würde man selbst mitfahren. In der aktuellen Zeit ist so eine virtuelle Dampfzugreise genau das richtige!! Als Motto würde passen: Alles einsteigen bitte! Bewertung aus unserer Testleser-Aktion www.vgbahn.de/testleser

Datum: 12.11.2020

Viele interessante Fotos von der DDR-Reichsbahn aus längst vergangenen Tagen, so wie es ein Reisender aus dem nicht-sozialistischen Ausland zu Gesicht bekam. War doch das Fotografieren von Zügen und Bahnanlagen bis zum Fall der Mauer weitgehendst verboten. Bewertung aus unserer Testleser-Aktion www.vgbahn.de/testleser

Datum: 12.11.2020

Als 1975 "Dazugestoßener" zu unserem Hobby kann ich mich in vielem wiederfinden. Ein tolles Buch über eine unwiederbringliche Zeit ! Bewertung aus unserer Testleser-Aktion www.vgbahn.de/testleser

Datum: 12.11.2020

Heissdampf macht für einen Eisenbahnfreund eines: Heisshunger, auf mehr dieser spannenden Geschichten. Herr Garn versteht es hervorragend seine Begeisterung zu transportieren und dem Leser anschaulich zu machen, denn für jeden Liebhaber der "schönsten Nebensache der Welt" (außer des/der eigenen Partners/in mit Familie) gibt oder gab es ein Schlüsselerlebnis. Bei mir selbst liegt dies in einem Schrebergarten im sogenannten "Göttinger Bogen" in Bebra, unterhalb dessen eine große Gartenkolonie angesiedelt ist und wo ein kleiner strohblonder Junge im Sandkasten saß, spielte - und irgendwann der Magie der Züge erlag. Es ist eine, seine ganz persönliche Geschichte mit und über die Eisenbahn. Auch und besonders aus der Sicht eines Menschen, der von dem Virus so begeistert und infiziert wurde - und es auch heute noch ist -, dass er andere an diesem Delirium furiosum teilhaben lassen möchte. Und wer weiß, wie viele Lebenswege ohne die Arbeit und Begeisterung von Herrn Garn und seinen Mitstreitern anders verlaufen wären... Selbst wenn ich nicht zu den Glücklichen im Kreis der Testleser gehören sollte, so werde ich mir das Buch definitiv zulegen. Und ich werde daran arbeiten das Delirium furiosum weiterzugeben. Denn Heisshunger bekommt man zum einen nur schlecht gestillt und alleine essen macht zudem nur selten glücklich... Bewertung aus unserer Testleser-Aktion www.vgbahn.de/testleser

Datum: 12.11.2020

Faszinierende Bilder und ein mitreißender Text. Einfach wunderschön zu lesen und anzuschauen. Bewertung aus unserer Testleser-Aktion www.vgbahn.de/testleser

Datum: 12.11.2020

Begeisterung, Herzblut und Fachwissen sprechen aus Bildern und Texten dieses Buches.Für jüngere Lesern ist es ein faszinierender Blick auf den Wandel der Eisenbahn. Bei jenen, die diese Epoche erleben durften und die noch heute oft mit der Kamera am Gleis stehen, werden ganz sicher viele Erinnerungen an Erlebnisse in den Zügen oder am Schienenstrang wach ! Bewertung aus unserer Testleser-Aktion www.vgbahn.de/testleser

Datum: 12.11.2020

Abwechselungsreich und exzellente Farbbildaufnahmen, eine Lust fürs Auge! Bestimmt einen Bestseller! Bewertung aus unserer Testleser-Aktion www.vgbahn.de/testleser

Datum: 12.11.2020

Verspricht ein sehr interessantes Buch zu werden. Viel Atmosphäre, tolle Bilder und persönliche Erinnerungen des Autors. Sehr verständlich zu lesen. Themen wie Berlin und Molli die mich sehr interessieren, vor allem zu Zeiten, die mir noch unbekannt sind. Mein Wunschzettel freut sich auf einen weiteren Eintrag. Bewertung aus unserer Testleser-Aktion www.vgbahn.de/testleser

Datum: 12.11.2020

Sehr einfühlsam und doch kenntnisreich geschriebenes Eisenbahn-Fotographenleben. Die Gegensätze Ost-West sind gut herausgearbeitet. Fotos für den Normalverbraucher, aber auch für Spezialisten. Ein "Muss" für den Eisenbahnfreund, der meint, er habe schon genug Bildbände. Dieses Buch fällt aus dem Rahmen Bewertung aus unserer Testleser-Aktion www.vgbahn.de/testleser