Mir läuft grünes Blut durch die Adern, END-Blut

Ein END-Zeitzeuge berichtet

Uwe Eichstaedt, einstiger Fahrer der END, erinnert sich:

>>Die alten Wagen der END (GT 4) waren mir lieber als die Neuen. Die Neuen haben zwar prima gezogen, eine flotte Sache. Aber du hast in diesem Klappsitz sitzen müssen, in dieser Kasperbude. Beim alten Wagen war auch ein Klappsitz, aber du musstest ihn nicht nehmen, du konntest auch im Stehen fahren, das war meist bequemer. Vorhänge hat‘s in beiden Wagen gehabt, gegen das Blenden von der Innenbeleuchtung, aber die hat man nicht unbedingt gebraucht. Das war eher etwas, wenn man mal etwas seine Ruhe hat haben wollen, so eine Art Schlechte-Laune-Vorhang. Auf jeden Fall bin ich die alten Wagen gerne gefahren. Was für eine Umstellung nach dem „modernen“ GT 4. Uralte Kübel, aber angenehm.

 

Die Heizung war hervorragend, die haben warm gegeben wie verrückt, eine Runde runter nach Esslingen und wieder rauf, dann war das wie ein Ofen, das war ja Frischstromheizung. Nur die Innenbeleuchtung war ungeschickt angelegt, in Reihenschaltung. Wenn eine Birne kaputt war, hat nichts mehr getan, und es war natürlich ein blödes Geschäft, nach dem Fehler zu suchen. Und die Sache mit den Sommergittern war herrlich, von wegen Klimaanlage!<<

 

Auszug aus dem Buch von Andreas Illgen

 

END – Straßenbahn Esslingen – Nellingen – Denkendorf

und andere Verkehrsmittel in und um Esslingen

 

Schwerpunkt der VGB-Neuerscheinung ist ein Spaziergang in Bildern entlang der Strecke von Esslingen über Nellingen nach Denkendorf sowie von Nellingen nach Neuhausen während der letzten Betriebsjahre. Einzelne Vergleiche mit neuen Aufnahmen zeigen den Wandel in den vergangenen 40 Jahren.