Reichsbahn-Dampf - Teil 8

Die Schmalspurbahn Wilkau-Haßlau – Carlsfeld

DVD, Laufzeit ca. 50 Minuten

ISBN: 978-3-96807-502-0
Erscheinungstermin: 12.02.2020

DVD
Best.Nr.: 3515

22,95 €

Ton Pruissens einmalige Filmschätze – exklusiv bei der VGBahn. Diese DVD porträtiert ausführlich die erste, steilste und längste sächsische Schmalspurbahn. Sie war 42 Kilometer lang, besaß viele eindrucksvolle Kunstbauten und wurde in Abschnitten zwischen 1967 und1977 stillgelegt. Bemerkenswert sind seltene Farbfilme und einmalige Szenen von früh abgebauten Streckenteilen.

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Datum: 18.02.2020

Der Delfter Film-Altmeister Ton Pruissen hat dieser Tage eine weitere Filmdokumentation (Teil 8) seiner sehr gefragten Reihe „Reichsbahn-Dampf“ bei der Verlagsgruppe Bahn (VGB) aus Fürstenfeldbruck publiziert. Der mit sehr viel Herz und Einfühlungsvermögen, einer hervorragenden Beobachtungsgabe und zugleich mit kompetenter Recherche und Fachwissen zusammen gestellte Film ist eine lebendige Hommage an die frühere Schmalspurbahn von Wilkau-Haßlau nach Carlsfeld (WCd-Linie) im westlichen, sächsischen Erzgebirgsbereich sowie in Teilen bis ins Vogtland reichend, die in kurzen Reststücken bei Schönheide bis zum 30. April 1977 in Betrieb war. In schwarz-weißen, aber auch teilweise farbigen Aufnahmen zeigt der Film in hervorragendem Schnitt, aufwändiger Vertonung und vielen Umfeld-Szenen die Menschen und ihre Schmalspurbahn, die als älteste ihrer Art in ganz Sachsen galt. Nahezu alle Betriebsstellen werden gezeigt, einhergehend in meisterlich eingefangenen Szenen aus den Jahren ab 1967 von Ton Pruissen, seinen Freunden aus den Niederlanden, aber auch dem unvergessenen Eisenbahner und Dokumentaristen Günter Meyer, mit dem auch Ton Pruissen befreundet war. Auch Jens Walther aus Crimmitschau steuerte besonders sehenswerte Filmaufnahmen bei. Für heutige Verhältnisse unglaublich, wieviel Güterverkehr – sowohl schmalspurig wie auch im Rollwagenverkehr – seinerzeit den zahlreichen Anschlussgleisen der dort kleineren, wie mittleren Fabrikationsbetriebe zugeführt wurden. Ebenso faszinierend der Personenverkehr, dem Pruissen gleichwohl seine filmischen Beobachtungen widmet, bis hin zur Nennung von Namen zu sehender Betriebseisenbahner bei ihrer alltäglichen Tätigkeit, die mit sichtbar eingespielter Routine, aber auch spürbarer Freude an ihrem Beruf im Film gezeigt wird. Diese Vorgänge werden in ihrem Ablauf, aber auch in Erklärungen zur Streckengeschichte vom Filmschaffenden Ton Pruissen persönlich kommentiert und ergeben in ihrer Gesamtheit ein eindrucksvolles Filmerlebnis. Recht interessant sind auch die Abschiedsfahrten, die unter großer Anteilnahme der Bevölkerung stattfanden und gleichzeitig ein Bild der schon damals deutlich spürbaren Zunahme des motorisierenden Verkehrs auf den noch weitgehend einfachen, wenig ausgebauten Straßen vermitteln. Auch die besonderen Eigenarten der Signalisierung der Bahn, die alten Beleuchtungsanlagen und die allgegenwärtigen Fernmeldeleitungen bilden gemeinsam mit dem Zugverkehr, den Eisenbahnern und ihrer Fahrgäste ein faszinierendes Gesamtbild im gezeigten Filmwerk. Alles in Allem ein ganz besonders feines, einfühlsames Erlebnis, das dieser Film dem Betrachter vermittelt – von daher kann ich nur meine wirklich uneingeschränkte Empfehlung zu diesem Werk aussprechen und zeige hiermit meinen tiefen Respekt für die Weitsichtigkeit des Filmschaffenden und seiner Fähigkeit mit den heutigen Mitteln der Technik ein solches Werk zu produzieren – sicher sehr zur Freude vieler Freunde der Schmalspurbahnen, aber auch der örtlichen Bevölkerung und den Aktiven der Museumsbahn Schönheide, die mit ihrer ehrenamtlichen Initiative die Erinnerung an diese beeindruckende Bahn auch für die weitere Zukunft in lebendiger und authentischer Form wach halten.