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Die Baureihe 10

Stars der Schiene, Folge 19

DVD, Laufzeit 40 Minuten

ISBN: 978-3-89580-660-5

DVD
Best.Nr.: 6319

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Gebaut wurden von der legendären "Zehner" nur zwei Exemplare. Wir haben seltene Szenen dieser Lokstars aufgetrieben - u.a. auch sensationelle Bilder vom Bau einer 10.

Auszüge aus unserem Inhalt

1950 glaubte die junge Bundesbahn, noch lange auf die Dampflok setzen zu müssen. Sie entwarf ein Neubauprogramm, dessen Star die dreizylindrige Schnellzuglokreihe 10 war. Es war eine teilweise verkleidete Lokomotive, die durch Schnelligkeit und Eleganz Aufsehen erregen sollte. Gebaut wurden von dieser legendären "Zehner" aber nur zwei Exemplare, die Krupp 1957 ablieferte. Wir haben seltene Aufnahmen dieser Lokstars aufgetrieben - u. a. auch einen sensationellen 35-mm-Streifen vom Bau einer 10.

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Datum: 30.09.2019

Die Baureihe 10 sollte alles in den Schatten stellen, was je auf Deutschlands Gleisen herumgedampft ist. Sie war zur Nachfolge der Baureihe 0110 bestimmt und sollte den deutschen Dampflokbau krönen. Doch mit den Ansprüchen wuchsen auch die Ideen rund um ihre Konstruktion in den Himmel. Als sie fertig war, wurde sie gar nicht mehr gebraucht. Ein Filmportrait erinnert an die beiden Vorserienmaschinen ohne Zukunft. Gerade einmal zwei Exemplare wurden von der legendären „Zehner“ gebaut. Ihre lange Vorgeschichte hatte zur Folge, dass die schwere Pazifik am Ende zu spät auf den Gleisen erschien. Zu weit war der Traktionswandel bereits fortgeschritten und die V 200 hatte einen großen Teil ihres Einsatzgebiets besetzt. Große Fortschritte machte auch die Elektrifizierung der großen Magistralen, wo mit der E 10 eine Ellok dominierte, die jeder Dampflok weit überlegen war. 1950 war das noch anders. Da dachte die junge Bundesbahn noch, auf lange Sicht weiter auf die Dampflok setzen zu müssen. Deshalb entwarf sie ein Neubauprogramm, dessen Höhepunkt eben die dreizylindrige Schnellzuglok der Baureihe 10 war. Teilweise verkleidet, sollte sie durch Schnelligkeit, Leistungsfähigkeit und Eleganz Aufsehen erregen. Krupp setzte 1957 mit zwei Exemplaren einen Schlussstrich unter dieses Neubauprogramm: Zwar wurden bis 1959 noch Maschinen der Baureihe 23 abgeliefert, aber die Entwicklung von Dampflokomotiven war nun endgültig vorbei. Mit nur knapp über zehn Jahren Betriebsgeschichte, nie vollständig abgestellten „Kinderkrankheiten“ und einer schwierigen Ersatzteilversorgung aufgrund ihres Status als Splittergattung sind Aufnahmen von dieser besonderen Reihe eher selten. Zudem schieden sich die Geister, ob dieser Typ nun gelungen und angenehm zu fahren sei oder lieber gleich aufs Abstellgleis wandern solle. Die Filmmannschaft um Joachim Schmidt, auch Gründer der Eisenbahnstiftung, hat es dennoch geschafft, ein spannendes Portrait zu drehen. Es ist zwar schon fast zehn Jahre alt, was besonders am Filmformat 4:3 zu erkennen ist. Dennoch ist es unverändert aktuell und passt hervorragend in das Thema dieses Monats über Museumsbahnen. Für das filmische Denkmal musste aber auch in die Trickkiste gegriffen werden, denn nur eine der beiden Maschinen blieb mit 10 001 in Neuenmarkt-Wirsberg erhalten und ist nicht betriebsfähig. Trotzdem ist es gelungen, die betagten „Schwarzen Schwan“ wieder zum Leben zu erwecken. Sie pusteten ihm Dampf um die Zylinder und sorgten auch dafür, dass es aus den beiden Schloten wieder zu rauchen scheint. So vermitteln die neu gedrehten Farbaufnahmen einen guten Eindruck, was diese schwere Schnellzuglok ausgemacht haben muss. Natürlich dürfen dabei auch historische Aufnahmen nicht fehlen, die ein solches Portrait erst abrunden und auch den großen Anteil an der Gesamtlaufzeit haben. Doch diese sehen halt auch alt aus, weil sie eben das typische Flimmern und die dunklen Ränder der damaligen Super-8-Filmstreifen aufweisen. Einmalig wird diese JS-Filmproduktion allerdings durch seltene, wohl einmalige 35-mm-Aufnahmen aus den Krupp-Hallen, die den Bau dieser besonderen Krönung der Dampftraktion zeigen und einen ebenfalls beachtlichen Anteil am Gesamtportrait einnehmen. Klug entschieden war es, alle diese Beiträge nicht nur mit neuem Material einzurahmen, sondern mit Aussagen und Erläuterungen der Experten Manfred van Kampen und Gerhard Modell sowie des früheren Lokführers Rudolf Henning moderierend zu verbinden. So ist in Summe ein unterhaltsames, höchst informatives und spannendes Werk entstanden, das unter der Bestellnummer 6319-e inzwischen auch als Videostream (für 9,99 EUR) zu erwerben ist.