​Blick in diese Ausgabe


Fahrzeug-Finish mit Pinsel und Pistole

Loks und Wagen altern – realistisch nach Vorbild

84 Seiten im DIN-A4-Format, über 250 Abbildungen, Klammerheftung

ISBN: 978-3-89610-654-4
Autor: Pit Karges
Erscheinungstermin: 11.05.2017

Printausgabe
Best.Nr.: 15087452

10,00 €

eBook
Best.-Nr.: 15087452-e

8,99 €

Auf einer realistischen Anlage sollten auch die Fahrzeuge realistisch aussehen – bis hin zur vorbildentsprechenden Verschmutzung. Im neuen MIBA-Praxis-Band zeigt Autor Pit Karges, wie man von leichtem Bremsstaub im Fahrwerk bis hin zur total verdreckten Lok eine große Bandbreite an Betriebs- und Witterungsspuren aufbringen kann. Leicht verständliche Schritt-für-Schritt-Anleitungen führen den Leser anhand der unterschiedlichsten Fahrzeuge durch dieses gar nicht so schwierige Feld. Einleitende Grundlagenkapitel befassen sich mit Arbeitsgeräten, Farben und Lackiertechniken. Speziellen Aspekten wie dem vorbildgerechten "Verbeulen" von Güterwagen, der Anfertigung von Masken oder dem "Chipping" und "Washing" sind eigene Beiträge gewidmet.

Auszüge aus unserem Inhalt

  • Vorwort - Saubermann mit dreckiger Fantasie
  • Das Verwittern von Modellbahnfahrzeugen - Dreckig? Ja bitte!
  • Was man so wissen sollte … - Etwas Theorie vorab
  • Der richtige Umgang - Wissenswertes zu den Farben
  • Betriebsspuren sind nicht einfach Verschmutzungen - Alles hinterlässt seine Spuren
  • Wie die Farbe aufs Modell kommt - Lackiertechniken
  • Gedeckte Güterwagen – die Allrounder im Güterverkehr - Scheckig braune Boxen
  • Patina an Kesselwagen - Kolorierte Kessel
  • Kohle im Selbstentladewagen - Kohle fürs Kraftwerk
  • Personenwagen – Visitenkarten der Bahn - Die Saubersten unter den Dreckigen
  • Betriebsspuren an Dampfloks - Der Dampfer sieht alt aus
  • Diesellok und ihre speziellen Verschmutzungen - Ruß und Bremsstaub
  • Auch Elloks werden schmutzig - Betriebsdreck bei den Stromern
  • Zu guter Letzt - Noch einige Tipps
  • Anhang - Anschriften von Lieferanten und Herstellern

Diese Ausgabe können Sie auch online in unserem Bahn-Kiosk für Tablets und Smartphones erwerben. Erst stöbern, dann lesen! Mit kostenfreier Heft-Vorschau.

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Datum: 06.08.2018

Autor Pit Karges kam schon 1972 im zarten Alter von sechs Jahren mit der Modellbahn in Kontakt. Zu einem seiner Steckenpferde entwickelte sich neben einem überzeugenden Landschaftsbau auch das vorbildgerechte Altern der auf einer Anlage verkehrenden Züge. In seiner Einleitung des heute behandelten Magazins bezeichnet sich der Polizist daher selbst als „Saubermann mit dreckiger Fantasie“. Mit diesem Credo rennt er bei unserer Redaktion offene Türen ein, denn auch wir bezeichnen uns als Verfechter realistisch aussehender Modelle. Die Entwicklungen der letzten Jahre und viele Fotobeweise geben uns recht. Ebenso unterstützen wir den Ansatz „Vom Vorbild zum Modell“, das bedeutet ein vorheriges, systematisches Studium der Vorlagen auch im historischen Kontext, bevor es ans Umsetzen geht. Schwierig wird es für viele Leser dann, wenn es um die richtigen Techniken geht und auch handwerkliche Kniffe hilfreich sind. Genau da setzt die Miba-Reihe immer wieder an und versucht, Schritt für Schritt aus einem gewöhnlichen Modellbahner einen selbstsicheren Kunsthandwerker zu machen, der vor keiner Herausforderung zurückschreckt. Ein jeder wächst doch mit seinen Aufgaben! Der Autor möchte deshalb zeigen, wie von leichtem Bremsstaub im Fahrwerk bis hin zur total verdreckten Lok eine große Bandbreite an Betriebs- und Witterungsspuren umgesetzt werden kann. Schritt-für-SchrittAnleitungen sollen den Leser anhand der unterschiedlichen Fahrzeuge leicht verständlich durch ein gar nicht so schwieriges Feld führen. So lautet der selbstformulierte Anspruch des Verlags in eigenen Darstellungen. Und so befassen sich die einleitenden Grundlagenkapitel auch mit Arbeitsgeräten, Farben und Lackiertechniken im Allgemeinen. Den praktischen Übungen mit speziellen Aspekten inklusive vorbildgerechten Verbeulens von Güterwagen, dem einfachen Fertigen von Lackiermasken (teilweise mit Post-it“ von 3M) oder dem sogenannten „Chipping“ und „Washing“ (lasierendes Patinieren) sind die Folgebeiträge gewidmet. Bis hierher klingt das Geschriebene noch durchweg tadellos, zumal auch die Bildauswahl gelungen erscheint. Ebenso ist die Wiedergabe der Modell- und Vorbildaufnahmen durchweg auf dem erwarteten, hohen Niveau. Doch ohne Schwächen bleibt diese Ausgabe dann doch leider nicht. Am gravierendsten erscheinen uns Fehler bei den Angaben der gebräuchlichsten Eisenbahnfarben für die deutschen Bahnverwaltungen ab 1945: Da schreibt der Autor das ab 1988 übliche RAL 3031 Orientrot den Diesellokomotiven bereits ab 1956 zu oder bezeichnet RAL 6009 Tannengrün als typische Farbe von Reisezugwagen bis etwa 1976. Das führt bei uns ebenso zu Kopfschütteln wie die Angabe von RAL 5013 Kobaltblau für die schnellfahrende Elektrotraktion, denn auch die war die längste Zeit mit RAL 5011 Stahlblau in einem anderen Farbton unterwegs. Auch als Filterfarbe erscheinen uns die nicht korrekt angegeben Töne nicht geeignet. Zusammen mit falsch benutzten Fachbegriffen wie etwa der „Pistole“ (statt Spritzapparat oder -griffel), die eher den Schichtdienst als das Hobby des Polizisten begleiten sollte, stellt der Autor seine – für uns übrigens unbestrittene – Kompetenz an gleich mehreren Stellen leichtfertig in Frage. Der Leser kann hier leider den Eindruck gewinnen, der Verlag habe in dieser schon viel Jahre geführten Reihe inzwischen sein Pulver verschossen und greife nun auch auf zweitrangige Schreiber zurück. Doch genau das ist nicht der Fall, wie wir ausdrücklich bestätigen möchten. Zwar sind nicht alle Arbeitsschritte wegen zu vieler und damit zu dicker Farbaufträge auch für die kleine Spur Z anwendbar, doch hilfreiches Grundwissen wird hier sehr wohl vermittelt. Auf den kleinen Maßstab sind einige Techniken eher in Teilen übertragbar, damit sie auch dort ihre Wirkung entfalten. Ein Haken der Artikel ist zugleich auch eine Stärke mit Blick auf Anfänger: Nur wenige Techniken kommen bei den Arbeiten des Autors zum Einsatz und wiederholen sich in jedem Artikel als Basis aller Alterungen. Was erfahrene Patinierer schnell langweilen kann, bedeutet für Anfänger sicher eine grundlegende Erkenntnis und schnellen Überblick. Gut gefallen hat uns hier der ebenso beständig wiederkehrende Arbeitsschritt des Filterns. Dahinter verbirgt sich der nicht deckende Überzug mit der Grundfarbe des Modells, um zu harte Kontraste zu mildern. Darauf werden sicher alle Neulinge bisweilen zurückgreifen müssen, bis sie die Wirkung ihrer Farben richtig einzuschätzen zu wissen und die beste Dosierung gezielt zu steuern wissen.

Datum: 30.05.2017

Im vorliegenden MIBA-Modellbahn Praxis 2/2016 gibt Manfred Peter dem Modellbahn-Neuling, aber auch dem Fortgeschrittenen, zahlreiche Tipps und Tricks an die Hand, damit der Bau einer Modellbahnanlage gelingt. So finden sich Abhandlungen zu folgenden Themen im Hegt: – Maßstab und Spurweiten – Themen, Epochen und Radien – Anlagenunterbau in mehreren Varianten – Verarbeitung flexibler Gleise – Gleisanschlüsse löten – Fahrstrom und Polarisierung für Weichen aller ARt – Hosenträger und Diagonalverbindungen – Flexible Steckverbindungen – Verpolungssichere Steckverbindungen – Oberleitung vor dem Fenster – Richtige Gewichte – Kombination von Regel- und Schmalspur – Mobile Segmente als Hintergrundkulisse – Saubere Schienen und Räder. Die in sehr verständlicher Sprache verfassten Artikel sind zudem mit zahlreichen Fotos und Skizzen versehen, was die Verständlichkeit noch weiter erhöht.