24.09.2012

Voll im Plan

MIBA Spezial: Modellbahn-Entwürfe

Kompakter Doppeldecker

 

Auf relativ geringer Fläche lässt sich dieser Anlagenentwurf von Ivo Cordes realisieren. Damit dennoch optimal viel Fahrstrecke zusammenkommt, ist der Entwurf als Doppeldecker angelegt.

 

Nein, hier soll nicht die Rede sein von historischem Fluggerät wie Sopwith Camel oder Bücker Jungmeister und auch nicht etwa vom glücklosen Doppelstock-Schienenbus Reihe 670. Vielmehr soll die Möglichkeit ausgelotet werden, wie eine Modellbahn mit mehreren Sichtebenen in einem kleinen Zimmer zu verwirklichen wäre.

 

Kosten-Nutzen-Analyse

 

Bei schrumpfendem Raumangebot wird es immer schwieriger, die Erfordernisse einer störungsfreien Gleis- und Streckenführung mit dem zur Bedienung notwendige Freiraum unter einen Hut bringen das ist bei jedem Planungsvorhaben der Fall. Bei Doppeloder Mehrstöckigkeit kommen aber noch eine Reihe weiterer zu beachtender Einschränkungen hinzu. Um zwei in notwendigem vertikalen Abstand angeordnete Schauebenen auch mit Strecke zu verbinden, ist die Einfügung einer mehrfachen Gleiswendel unumgänglich. Es sei denn, man greift zu exotischen Lösungen wie übersteile Zahnradabschnitte, Schrägseilbahnen oder gar einem Fahrstuhl für komplette Züge. Ein üblicher Wendelturm frisst unausweichlich viel von den szenisch nutzbaren Bereichen der tieferen Decks, so dass irgendwann das hinzugewonnene Areal nicht mehr den baulichen Aufwand lohnt.

 

Schauen wir dazu auf den heutigen Anlagenvorschlag: Stände uns lediglich der linke rechteckige Bereich zur Verfügung, dann wäre die Wendel- Anbindung einer Szene von der Größe des Produktenhandel-Anschlusses wohl in keiner Weise mehr ökonomisch zu rechtfertigen. Erst durch die Fortsetzung entlang der oberen und rechten Wand ergibt sich auch für das untere Deck ein hinreichender Gewinn an szenisch gestaltbarer Fläche, dass der Aufwand Früchte trägt.

 

von Ivo Cordes

aus MIBA Spezial 94

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