14.04.2016

Reif für die Bühne

Der große MIBA-Modellbau-Wettbewerb

Minidioramen und Kleinstanlagen erfreuen sich aus vielerlei Gründen zunehmender Beliebtheit. Auch bei arg beschränkten Platzverhältnissen gibt es viele Motive, die sich auf kleinster Fläche realisieren lassen. Wie auf einer Art Bühne präsentiert kommen sie bestens zur Geltung und waren für uns Anlass, den Bau solcher Dioramen als Wettbewerb auszuschreiben.

 

Der Lohn für die Mühe

Der Stolz auf das fertige Schaustück mit Bühnenbildcharakter ist die eine Sache, eine kleine Auszeichnung die andere. Daher möchten wir als Anreiz interessante Preise passend zum Thema des Modellbau-Wettbewerbs ausloben.

 

  • An die Wettbewerbsteilnehmer wurden jeweils drei Preise für jede der Baugrößen Z, N, H0, 0 und größer vergeben. Erwartet werden dürfen Lokomotiven, Waggons und Zubehör zum Gestalten.
  • Zudem werden unter allen Wettbewerbsteilnehmern drei weitere Preise ausgelost, sodass durchaus auch die Chance auf einen Doppelgewinn besteht.
  • Die Leserjuroren gehen auch nicht leer aus. Auch sie werden für ihre Mühen mit interessanten Preisen zum Fahren und Basteln bedacht.

 

Hier die 22 Teilnehmer im einzelnen:

 

Die ersten vier wurden vorgestellt in MIBA 06/16:
(seit 20.05.2016 im Handel)

 

  • 01 Papierfabrik Huber von Alexander Lösch: Wir starten den Reigen der Bühnenstücke mit der für diese Art des Modellbaus fast schon traditionellen Baugröße Gn15. Der Baumaßstab ist 1:22,5 und die Spurweite 16,5 mm. Alexander Lösch stellt sein Arrangement vor. (http://forum.gn15.info)

 

  • 02 Spitzkehrenbahnhof von Maximilian Kalbfleisch (in H0e): Um auf kleiner Fläche einen interessanten Fahrbetrieb zu inszenieren, bedarf es schon eines ausgeklügelten Konzeptes. Maximilian Kalbfleisch setzt auf eine schmalspurige Kleinbahn in einer bergigen Landschaft mit einem Spitzkehrenbahnhof als betrieb­lichen Mittelpunkt.

 

  • 03 Ausbesserungswerk für Güterwagen von Alain Kap (in H0): Auf kleinen Rangieranlagen à la Timesaver oder Inglenook lässt sich auch ohne Gestaltung trefflich rangieren. Alain Kap hat den MIBA-Wettbewerb als Anlass genutzt, einen Inglenook als Bühnenbild zu arrangieren.

 

  • 04 Sturzbühnenbekohlung von Michael Will (in N): Ein Bw als Diorama ist immer wieder ein beliebtes Thema. Für ein kleines Bühnenschaustück kann man das Thema weiter konzentrieren. Michael Will hat eine Sturzbühnenbekohlung der K.P.E.V. in Epoche I für sein Bühnenstück auserkoren.

 

wurde vorgestellt in MIBA 07/16:

(seit 24.06.2016 im Handel)

 

05 Ein Stück Rhätische Bahn in H0m von Heinz Lomnicky: Ein Schaubild in Form einer Bühne kann nicht nur das Ergebnis sein, ein bestimmtes Motiv zu verewigen. Heinz Lomnicky dient es unter anderem als Erinnerung an seine kleine H0m-Anlage, die aus Platzgründen demontiert werden musste.

 

06 Projekt Klosterstollen von Helmut Schmidt (in 2f): Die Schachtanlage eines Bergwerks mit Feldbahn ist ein ideales Thema, um es auf einer Bühne zu präsentieren. Und im Maßstab 1:22,5 bietet es sich förmlich an, viele Funktionen mit Servos zu animieren. Diese waren bei Baubeginn nicht geplant, wie Helmut Schmidt beschreibt, sondern kamen mit dem Baufortschritt.

 

07 Landhandel Wolkingen von Philipp Pluquet (in H0): Bei der Suche nach einem passenden Thema, das "reif für die Bühne" ist, kam Philipp Pluquet sehr schnell auf einen kleinen Landhandel. Seine stationäre Anlage bietet nicht genügend Platz für eine Erweiterung und so war klar, dass der Landhandel auf ein Modul als Bühne ausgelagert präsentiert werden könnte.

 

08 Landbahnhof Wernshausen von Marvin Schneider (in Z): Eine kleine Station an einer Nebenstrecke in einer ländlich geprägten Gegend stand als Bühnenbild ganz oben auf der Liste. Dabei sollte auch ausgelotet werden, was in Baugröße Z machbar ist. Marvin Schneider stellt seinen kleinen Bahnhof vor.

 

wurde vorgestellt in MIBA 08/16:

(seit 22.07.2016 im Handel)

 

09 Die Viergelindenbrücke zu Rostock von Thomas Schönen (in H0): Manch Vorbildsituation reizt förmlich ob ihrer Exotik oder betrieblichen Besonderheit diese im Modell nachzubauen. So erging es Thomas Schönen mit der Situation rund um die Viergelindenbrücke zu Rostock. Sie sollte als Bühnenbild Einzug in sein Büro finden.

 

10 Konservendosenfabrik mit Gleisanschluss von Alexander Lösch (in 1): Der Innenhof von Fabriken bildet eine schon fast natürliche Bühne. Ideal, entsprechende Vorbildsituationen in eine Modellbühnen zu übertragen. Alexander Lösch hat sich den Innenhof einer imaginären Blechdosenfabrik erdacht und umgesetzt.

 

11 Anschluss einer Whisky-Fabrik von Jürgen Petrik (in H0e): Der Bau eines bühnenartigen Dioramas soll nicht nur Bastelspaß bei geringstem Platzangebot bieten, sondern auch Freude und Entspannung beim Betrieb. Jürgen Petrik wählte eine Whisky-Destille mit eigener Küferei für einen anspruchsvollen und abwechslungsreichen Rangierbetrieb.

 

12 Chicago South Side von Burkhard Leo (in N): Großstadtflair auf einer Modellbahnanlage? Ein Thema mit herausforderndem Potenzial, besonders dann, wenn es als Bühne arrangiert wird. Burkhard Leo hat für sein Bühnenbild Chicago als Vorbild ausgewählt und in N realisiert.

 

wurde vorgestellt in MIBA 09/16:

(seit 19.08.2016 im Handel)

 

13 Hp Süderheidetal von Dirk Kuhlmann (in Z): Dünen, Watt und Bahn – ein Thema, das sich stimmungsvoll auf bühnenartigen Arrangements umsetzen lässt. Dirk Kuhlmann hat sich der nord- bzw. ostfriesischen Küste und ihren Eisenbahnen verschrieben und das Thema im Maßstab 1:220 als Bühnenbild umgesetzt.

 

14 Sowjetisches Motiv von Matthias Stein (in H0): Ein Diorama ist eine optimale Möglichkeit, sich auch einmal einem exotischen Thema zu widmen. Matthias Stein wählte ein Motiv aus der ehemaligen UdSSR und präsentiert seine Interpretation eines sibirischen Fabrikanschlusses als Bühnenbild.

 

15 Hafen-Thema von Heiko Wendler (in Gn15): Kleinstanlagen bzw. Dioramen in dieser Baugröße erfreuen sich einer recht großen Verbreitung. Heiko Wendler stellt aus seinem Fundus eine maritime Rangieranlage nach englischem Vorbild vor.

 

16 Sauerländische Kleinbahn von Peter Brenger (in H0e): Eine fast unerschöpfliche Quelle an Motiven für eine Modellumsetzung bieten die schmalspurigen Kleinbahnen im Sauerland während der Wirtschaftswunderzeit. Peter Brenger orientierte sich an der Hohenlimburger Kleinbahn sowie Fabrikmotiven im Nahmertal und arrangierte ein Bühnenstück in H0e.

 

wurde vorgestellt in MIBA 10/16:
(seit 23.09.2016 im Handel)

 

17 Downtown Spur von Mike Holly (in N): Nicht alles im Land der unbegrenzten Möglichkeiten ist riesig. Mit seinem Bühnenbild „Downtown Spur“ entführt Mike Holly den Betrachter in das Umfeld eines amerikanischen Indus­triegebiets, dargestellt mit wenigen Gleisanschlüssen und interessanten Rangiermöglichkeiten. Eine Lok und wenige Wagen reichen für einen entspannten Betrieb.

 

18 Bf Sulmirzyce von Ulrich Thorhauer (in Oe): Die polnischen Schmalspurbahnen haben es Ulrich Thorhauer sehr angetan. Schon im Besitz einiger selbstgebauter Triebfahrzeuge nach polnischen Vorbildern schuf er ein passendes Bühnenarrangement in Anlehnung an ein konkretes Vorbild.

 

19 Anschluss Wolff von Michael Kirsch (in N): Ein als Bühne gebautes Diorama muss nicht unbedingt ein in sich abgeschlossenes Thema zeigen. Michael Kirsch hat seinen Anlagenausschnitt als eigenständige Bühne und als Teilaspekt seiner Segmentanlage Kleinbahn Verden-Walsrode konzipiert.

 

wurde vorgestellt in MIBA 11/16:
(seit 21.10.2016 im Handel)

 

20 Blockstelle von Roman Rupf (in N): Auf einem Bühnenbilddiorama muss nicht zwingend Betrieb gemacht werden können. Eine Bühne kann auch dazu dienen, lediglich verschiedene Zugkompositionen aus der Modellbahnsammlung wirkungsvoll zu präsentieren. Roman Rupf hat mit vorhandenem Material eine Blockstelle mit Abzweig in der Baugröße N gebaut und verzichtet auf Fahrbetrieb.

 

21 Waldbahn von Hans-Heinrich Schubert (in H0): Die Verladestellen der Waldbahnen in Amerika waren improvisiert einfach ausgestattet und waren mehr oder weniger großflächig auf gerodeten Waldflächen eingerichtet. Hans-Heinrich Schubert hat sich diesem Thema verschrieben und stellt auf seiner Bühne inszeniert die Verladung und den Transport von riesigen Baumstämmen vor.

 

Gerhard Peter

 

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