12.11.2012

Die „Weihnachtsanlage“

Vater-und-Sohn-Projekt

Der Anlass

So mancher Vater und Modelleisenbahner wird das Problem dieser Doppelrolle kennen: Man selbst spielt mit den eigenen Fahrzeugen, entweder auf einer Anlage oder – wie in meinem Fall – als „anlagenloser“ Teppichbahner auf einem fix verlegten Schienenoval auf dem Fußboden. Postwendend ist das Interesse der Kinder geweckt und sie wollen auch mit den meist edleren Fahrzeugen spielen. Somit reift recht schnell der Entschluss des verantwortungsvollen Modelleisenbahners und Vaters, dass Kinder ihre eigene Anlage brauchen. So auch in unserem Fall. Der passende Zeitpunkt war sofort gefunden. Weihnachten 2002 sollte es wahr werden: Mein damals 7½-jähriger Sohn wird seine eigene Modelleisenbahn bekommen.

 

Das Konzept

Vorgesehen war eine einfache Spielanlage unter seinem Bett, die schnell hervorgezogen werden konnte und sofort spielbereit sein musste.

 

Die Anforderungen an den Gleisplan waren entsprechend formuliert:

  • Es sollten gleichzeitig ein fahrender Zug und ein rangierender Zug (im Analogbetrieb) verkehren können
  • Die Anlage darf nicht überladen wirken
  • Eine kleine Paradestrecke sollte auch vorhanden sein
  • Möglichst authentische Landschaftsgestaltung
  • Ggf. sollten Erweiterungsmöglichkeiten berücksichtigt werden
  • Das Ganze soll nicht teuer sein

 

Reichlich Inspiration lieferten mir die Anlagenvorschläge des legendären Autors Pit Peg (Norbert-Josef Pitrof aus Pegnitz). Älteren MIBA-Lesern ist dieser Name sicher ein Begriff. In seinen Zeichnungen kleiner Modelleisenbahnanlagen sind die oben genannten Merkmale vorhanden. Ich selbst war als Jugendlicher in den 70er Jahren von seinen Vorschlägen immer wieder gefesselt. Deren Geheimnis hat sich mir erst jetzt erschlossen. Vermutlich war es der ideale Kompromiss aus Aufwand und Wirkung. Und letztlich der entscheidende Punkt: Die hierfür veranschlagten Baukosten waren im Rahmen meiner damaligen finanziellen Möglichkeiten.

 

von Michael Volgmann

aus MIBA 12/12

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