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Hafen-Bahn

Güterumschlag in deutschen Seehäfen

100 Seiten im DIN-A4-Format, Klebebindung, über 140 Abbildungen

 

 

ISBN: 978-3-89610-416-8
Erscheinungstermin: 20.11.2018

Printausgabe
Best.Nr.: 711701

15,00 €

eBook
Best.-Nr.: 711701-e

13,99 €

Die deutschen Seehäfen an der Nord- und Ostseeküste verfügen fast alle über einen direkten Anschluss an das Eisenbahnnetz der Deutschen Bahn, damit Güter von und zu den Häfen umweltfreundlich auf der Schiene transportiert werden können. Auf der Schiene werden nicht nur Container befördert, die ab Ende der 1960er Jahre den Güterumschlag in den Häfen stark vereinfacht haben. Auch Massengüter wie Kohle, Erze, Kalisalze und Getreide erreichen oft in Ganzzügen ihren Bestimmungsort. Fabrikneue Automobile gehen mit Spezialschiffen in den Export oder werden in Deutschland angelandet und selbstverständlich mit Spezialgüterwagen transportiert.

Nicht nur die großen Seehäfen wie Hamburg, Bremerhaven, Rostock und Lübeck werden in Wort und Bild vorgestellt, atmosphärisch starke Fotografien aus den kleinen Häfen Glückstadt, Husum, Rendsburg und Flensburg unterstreichen die Vielfalt des facettenreichen Themas. Die zahlreichen Aufnahmen aus der Zeit vor dem Siegeszug des Containers zeigen u.a. Verladeszenen mit unterschiedlichen Gütern: von Kaffeebohnen, Wein, Käse und Bananen bis hin zu Grubenholz, Zellulose, Omnibussen und Dampflokomotiven. Die Eisenbahnfährlinien, die einst selbstverständlich auch Güterwagen über die Ostsee beförderten, werden in einem separaten Kapitel vorgestellt.

Auszüge aus unserem Inhalt

Editorial

  • Weltmeer mit Gleisanschluss

Galerie

Nordsee - Häfen

  • Von der Waterkant ins Hinterland

Eisenbahnfähren

  • Güterwagen auf Seereise

Container

  • Revolutionäre Kiste

Fleischimporte

  • Fleisch aus nahen und fernen Ländern

Güterwagen-Bauarten

  • Spezialisten für jedes Ladegut

Ostsee-Häfen

  • Andere Prioritäten an der Ostsee

Verladetechniken von einst

  • Mit Hafenkran, Seil und Kette

Fischverkehr

  • Mit Brucheis gekühlt flott zum Kunden

Bananenverkehr

  • Empfindliche Fracht

DB-Seehafenverkehr 1987

  • Jede zweite Tonne per Bahn

Impressum & Vorschau

Quellen

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Datum: 11.03.2019

Weltmeer mit Gleisanschluss, so warb die DB im Jahr 1974 für den Güterumschlag in den westdeutschen Seehäfen. Dieses Thema greift Udo Kandler in beeindruckenden, zum Teil ganzseitigen Ansichten auf. Auf 98 Seiten kann natürlich nur eine kompakte Auswahl an Aspekten vorgestellt werden. Die Szenerie ist so oder so äußerst reizvoll. Sei es die Verladung von VW-Käfern 1953 in Lübeck, von Frischfisch in Cuxhafen, von Omnibussen für Peru 1965 in Hamburg, von Holz oder Zitrusfrüchten in großen Mengen: Stets war die bahn dabei, um dem Hochseeschiff das Hinterland zu erschließen, oder der Warenstrom lief mittels Schienenweg in umgekehrter Reihenfolge. Das Sonderheft zeigt aber noch mehr und geht z.B. auf den Siegeszug des Standard-Containers und die daraus resultierenden Veränderungen im Ladegschäft ein. Die kleineren Häfen kommen auch zum Zuge, wobei der Schwerpunkt den alten Bundesländern gilt: Erz in Emden, Heringsfässer in Glücksstadt, Steine in Rendsburg, Autoteile in Wilhelmshaven und Coils in Weimar bilden große Kontraste, die hervorragend in Szene gesetzt werden. Trajetfähren im Ostseeraum sowie Kräne und Verlademittel stehen ebenfalls im Blickfeld. Besonders interessant wird es bei Fisch und Bananen, beides traditionelle Schienentransportgüter auf dem Weg vom Hafen zum Verbraucher. Wie sich die Partnerschaft entwickelte und warum sich die DB Anfang der 2000er Jahre von diesem "lästigen" Geschäft verabschiedete, wird ausführlich dokumentiert.