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EJ Rigi- und Pilatus-Bahnen

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Seit im 13. Jahrhundert der Gotthardpass begehbar war, fuhren auch Schiffe mit Handelsgütern über den Vierwaldstättersee - von Luzern nach Flüelen und umgekehrt.

Am See erheben sich die ersten hohen Berggipfel und gestatten einen prächtigen Rundblick über das Schweizer Mittelland und den Alpenhauptkamm. Die zwei berühmten Aussichtsberge sind die Rigi (1798 m) und der Pilatus (2119 m), von denen man Appenzeller, Glarner, Urner, Schwyzer und Berner Alpen bewundern kann.

Der Pilatus mit seinen steilen Kalkfelsen war einst Banngebiet; bis 1594 durfte er nicht betreten werden. Die Rigi hingegen gehörte damals den Hirten. Ab dem 18. Jahrhundert suchten Pilger im Wallfahrtsort Rigi Klösterli Rat und Trost. Hundert Jahre später entdeckten dann die ersten Touristen die Rigi. Mit Trägern und Dienerschaft erklommen die begüterten Gäste aus dem In- uns Ausland den Berg zu Fuß oder auf dem Pferderücken. Viele Besucher ließen sich auch von Einheimischen in Sesseln auf den Mons Regius, den Königlichen Berg, hochtragen.

Kein Wunder also, dass gerade die Rigi als Europas erster Gipfel mit einem Schienenverkehrsmittel bezwungen werden sollte! Gleich von zwei Seiten her wurde die Erschließung verwirklicht. Von Vitznau am Vierwaldstättersee führt seit 1873 eine 6,85 km lange Trasse von und von Arth am Zugersee seit 1875 eine Gleisverbindung von 11,2 km zur Gipfelstaton auf Rigi Kulm (1752 m).

Als Erbauer dieser Bahnen erwarb sich vor allem Niklaus Riggenbach (1817 bis 1899) Ansehen. Erstmals in Europa realisierte er im Reiseverkehr den Zahnradbetrieb, mit dessen Hilfe die Dampfzüge sogar Steigungen bis zu 250 ‰ bewältigen konnten.

Der erfolgreiche Betrieb der Rigi-Bahnen löste ein Bergbahn-Baufieber aus. Die für damalige Verhältnisse bequemen und schnellen Verkehrsmittel verliehen dem Tourismus einen ungeahnten Aufschwung. Die Schweizerische Lokomotiv- und Maschinenfabrik (SLM) Winterthur lieferte 1873 mit der Stehkessellok H 1/2 Nr. 7 das erste in ihren Werkstätten fertiggestellte Triebfahrzeug an die Vitznau-Rigi-Bahn.

Am Pilatus entstand unter Eduard Locher-Freuler (1840 bis 1920) zwischen 1886 und 1889 die bis heute steilste Zahnradbahn der Welt, die dank einer speziellen Zahnradstange sogar Steigungen bis zu 480 ‰ bewältigen kann. Sie beginnt in Alpnachstad (440 m) und endet nach 4,62 km auf Pilatus Kulm (2073 m).

Das neue Special aus dem Hause Merker stelt die immer noch spektakulären Zahnradbahnen an Rigi und Pilatus ausführlich und mit vielen bislang unveröffentlichten Fotos aus Bahnarchiven und Privatsammlungen vor.

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