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EJ Eisenbahn zwischen Rhein und Ruhr

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In kaum einer anderen deutschen Region entfachte sich der Wettbewerb konkurrierender privater Eisenbahngesellschaften so früh wie in dem Gebiet zwischen Rhein, Ruhr und Wupper - ein Wettbewerb, dessen Ergebnisse uns auch heute noch zugute kommen!

Das ständige Bemühen der Düsseldorf-Elberfelder, der Bergisch-Märkischen, der Rheinischen und der Cöln-Mindener Eisenbahngesellschaft um Konzessionierung neuer Strecken hatte bis zur Verstaatlichung der Privatbahnen um 1880 im bergisch-märkischen Raum bereits ein engmaschiges Streckennetz entstehen lassen, das auch heute noch Grundlage des Schienenverkehrs in diesem Gebiet darstellt.

Mit der Eröffnung des ersten Teilstückes der Düsseldorf-Elberfelder Eisenbahn von Düsseldorf über Gerresheim nach Erkrath am 20. Dezember 1838 nahm in den preußischen Westprovinzen die erste Eisenbahnlinie den Betrieb auf. Es war die zweite in Preußen (nach der am 29. Oktober 1838 eröffneten Berlin-Potsdamer Eisenbahn) und die insgesamt fünfte deutsche Eisenbahn überhaupt. Die 8,12 km lange Teilstrecke war das erste Ergebnis eines bis zu diesem Zeitpunkt bereits 13 Jahre andauernden Ringens um den Bau von Eisenbahnverbindungen zwischem dem bergisch-märkischen Gewerbegebiet und seinen Rohstoffquellen und Absatzmärkten.

Warum die Entwicklung so langsam und oft gegensätzlich verlief, haben die Autoren Peter Schniebel und Winand Perillieux in diesem Special des Eisenbahn-Journals ebenso dargestellt wie die weitere Geschichte der Eisenbahnen im bergisch-märkischen Raum und ihre Bedeutung in der Gegenwart.

Ein knapper, fundierter Text und reichhaltiges, sorgfältig ausgewähltes Bildmaterial informieren über Geschichte und Entwicklung eines regionalen Streckennetzes, das schon frühzeitig überregionale Bedeutung erlangte.

Die ständige Nachfrage nach der schon lange vergriffenen Sonderausgaba 4/87 mit dem gleichen Thema hat den Hermann Merker Verlag nun zu einer durchgesehenen, am Ende etwas erweiterten Neuauflage als Eisenbahn-Journal-Special 6/96 veranlasst.

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