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EJ Eisenbahn im südlichen Schwarzwald

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Die Eisenbahn gelangte relativ spät in den Südschwarzwald. Erst 1887 nahm man die Höllentalbahn in Betrieb; 1901 war die Fortsetzung bis Donaueschingen zur Schwarzwaldbahn fertig. Mit der Entstehung der Höllentalbahn wird ein nicht alltägliches Kapitel Eisenbahngeschichte aufgeschlagen - für eine eingleisige Strecke mittlerer Bedeutung ausgesprochen vielschichtig. Zunächst war es der Zahnradbetrieb auf der bis zu 55‰ geneigten Steilstrecke zwischen Hirschsprung und Hinterzarten, der durch den Einsatz der Zahnradlokomotiven der badischen Gattung IXa und IXb für Aufsehen sorgte. Wegen der steigenden Geschwindigkeiten und Zuglasten wurde der Zahnradbetrieb 1933 durch die legendäre 85er abgelöst, eine eigens für die Höllentalbahn entwickelte Baureihe.

1936 machte die Strecke erneut Schlagzeilen, als man den Versuchsbetrieb mit 50-Hz-Einphasen-Wechselstrom aufnahm. Bis zur Umstellung 1960 auf 15 kV/ 16 2/3 Hz bewältigten Dampf- und Elektrotraktion gemeinsam das Verkehrsaufkommen im Hochschwarzwald. Danach waren es bis Ende der siebziger Jahre die Altbau-Elloks E 44 (145) mit elektrischer Widerstandsbremse, die die Eisenbahnfreunde ins Höllental lockten.

Kaum weniger interessant ist die Geschichte der schon 1913 auf Elektrobetrieb umgestellten Wiesentalbahn von Basel nach Zell sowie der Wehratalbahn von Schopfheim nach Säckingen. Anfangs fuhren auf diesen Strecken die einzigen von der Badischen Staatsbahn beschafften Elloks der Gattung A.1, A.2 und A.3, bis diese von den preußischen E 71.1 abgelöst wurden. Über den "Umweg" E 32 hielt schließlich auch im Wiesental die E 44 Einzug.

Die Schmalspurbahn Zell - Todtnau (1000 mm) wurde im Spätsommer 1967 stillgelegt. Wäre diese Maßnahme einige Jahre später erfolgt, hätte man sie vielleicht als Museumsbahn erhalten. Der Wutachbahn ist ein derartiges Schicksal erspart geblieben. Als Museumsbahn erfreut sich die Sauschwänzlebahn zwischen Zollhaus-Blumberg und Weizen regen Interesses. Sie steht mittlerweile unter Denkmalschutz.

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