Blick in diese Ausgabe

EJ DR-Dampf pur II

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Der zweite Teil von DR-Dampf pur führt durch die Reichsbahndirektionen Schwerin, Greifswald, Berlin, Magdeburg und Cottbus. Die Direktionen Greifswald und Cottbus sind nach Kriegsende 1945 neu gegründet worden, die Direktion Magdeburg, die bereits bis zum 30. September 1931 bestanden hatte, ist eine Wiedergründung, um den veränderten politischen Verhältnissen und der neuen Grenzziehung Rechnung zu tragen. Nach der Angliederung der DDR an die BRD im Jahre 1990 hat die damals noch eigenständige Deutsche Reichsbahn die Direktionen Greifswald, Cottbus und Magdeburg aufgelöst und ihre Territorien den Nachbardirektionen unterstellt.

Für die Betrachtung des Dampflokbestandes und -einsatzes sind als Stichdaten die Jahre 1960 und 1972 gewählt worden. Zwar sind die für diese Jahre publizierten Stationierungsverzeichnisse alles andere als vollständig und fehlerfrei, aber sie waren wenigstens Anhaltspunkte. 1960 dominierte die Dampflokomotive noch fast ohne Einschränkungen, lediglich zwischen Magdeburg undLeipzig war über Köthen /Halle und Dessau / Bitterfeld der elektrische Zugbetrieb wieder aufgenommen worden. Diesellokomotiven, die den Dampflokomotiven die Leistungen streitig machen konnten, waren noch im Bau oder erst auf dem Reißbrett.

1960 waren auch die meisten der nach dem Umzeichnungsplan vom Dezember 1949 übernommenen Privatbahnlokomotivennoch im Einsatz, und das Sterben von Normal- und Schmalspurstrecken begann gerade erst.

Das der Reichsbahn von der politischen Führung vorgegebene Ziel war, bis 1975 die Dampftraktion zu beenden. Bekanntlich ist dieses Ziel nicht erreicht worden, doch die Diesellokomotiven der Baureihen V 15, V 23, V 60, V 75, V 100 und V 180 und die Elloks der Baureihen E 11 und E 42 hatten bis 1972 nahezu alle Länderbahn- und ehemaligen Privatbahnlokomotiven verdrängt.

Weil der angestrebte und notwendige Traktionswandel nicht über Nacht zu erreichen war, erhielten manche Dampflokbaureihen mit der Ende 1957 beginnenden Rekonstruktion ein zweites Leben und blieben, weil sie Neubauten mindestens gleichwertig waren, über mehrere Erhaltungsabschnitte und bis zum Ende der Dampftraktion unverzichtbar.

Die vorliegende Ausgabe kann nicht mehr als ein Streifzug durch die fünf Direktionen sein und den Lokomotivbestand der beiden Stichjahre schlaglichtartig vorstellen. Um die mannigfaltigen Veränderungen im Bestand und bei der Stationierung, hervorgerufen durch den rasch voranschreitenden Traktionswandel, nachzuzeichnen, fehlt der Platz. Es soll hier keine Lokstatistik betrieben, vielmehr dem Leser anhand sorgfältig ausgewählten Bildmaterials ein informativer Querschnitt des Dampfbetriebes der Deutschen Reichsbahn in den genannten fünf Direktionen geboten werden.

Leser der älteren Generation werden sich erinnern, welche Typenvielfalt es vor 40 Jahren beider DR noch gab, die jüngere Generation wird sich an die letzten Einsatzjahre der einen oder anderen Baureihe erinnern und erhalten gebliebene Maschinen in Museen oder bei Traditionsfahrten wieder treffen.

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