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EJ Die Schwarzwaldbahn

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Das Thema Schwarzwaldbahn ist immer wieder interessant! Der Status, die einzige zweigleisige Gebirgsbahn der Deutschen Bahn AG zu sein, ist ihr genauso geblieben, wie die hervorgehobene Stellung aufgrund der vielen Tunnels. Nur die Neubaustrecke Hannover - Würzburg kann sie hier überbieten. Die 39 Tunnels der Schwarzwaldbahn bringen es immerhin auf eine Gesamtlänge von 10,7 km.

Mit dem Bau der Schwarzwaldbahn ist untrennbar der Name ihres Schöpfers Robert Gerwig, Oberbaurat der Großhrzoglich Badischen Staatseisenbahn, verbunden. Um die Neigungsverhältnisse in Grenzen zu halten, schlug er seinerzeit neue Wege ein. Zwischen Hornberg und Sommerau galt es auf 11 km Luftlinie 447,71 m an Höhe zu gewinnen. Durch die künstliche Höhenentwicklung mittels zweier Kehrschleifen gelang es, mit einer maximalen Steigung von 1:50 auszukommne. Allerdings verlängerte sich dadurch der für die Bahn zurückzulegende Weg auf 26.1 km.

Die Anlage der Kehrschleifen bei Niederwasser und Triberg war ein absolutes Novum. Nicht umsonst wurde Gerwig noch während der Bauphase der Schwarzwaldbahn als leitender Ingenieur zur schweizerischen Gotthardbahn berufen.

Aus heutiger Sicht ist es kaum mehr nachvollziehbar, wie man ein derartig kühnes Projekt durchboxen konnte, obwohl die Bahn zwischen Hausach und Villingen einen viel einfacheren Weg hätte nehmen können, wäre die Entscheidung zugunsten der sogenannten Schiltachlinie gefallen. Nur die Tatsache, daß die Trasse dann württembergisches Gebiet hätte mitbenutzen müssen, veranlasste Baden zu diesem Schritt.

Letztlich konnte die 179,4 km lange Schwarzwaldbahn von Offenburg über Singen bis Konstanz am Bodensee wegen der langen Planungs- und Bauphase des Mittelstücks zwischen Hausach und Villingen erst Ende 1873 in Betrieb genommen werden.

Wie es sich für eine richtige Gebirgsbahn gehört, wurde der Betriebsmaschinendienst von der teils schwierigen Trassenführung geprägt. Der Schub- und Vorspanndienst zwischen Hausach und Sommerau war zur Dampflokzeitan der Tagesordnung. Weniger bekannt ist die Rampe zwischen Engen und Hattingen. Hier werden zum Teil noch heute schwere Güterzüge nachgeschoben.

Waren es zur Länderbahnzeit die schweren Maschinen der Badischen Staatsbahn, prägten hier nachfolgend über viele Jahre die P 10 (zusammen mit der schwächeren P 8) im Personen- und die G 12 im Güterzugdienst das Bild. Ende der fünfziger Jahre hielt die neuentwickelte Großdiesellokomotive der Reihe V 200.0 beim Bw Villingen Einzug. Mit Erscheinen der stärkeren V 200.1 Ende 1964 wurde bald auch die letzte Dampflok überflüssig.

Obwohl die Elektrifizierung längst außer Frage stand, setzte die DB für kurze Zeit auf die komplette Verdieselung der Schwarzwaldbahn. Mit erheblichem Aufwand konnte die Strecke Offenburg - Villingen - Konstanz schließlich bis zum Herbst 1977 in zwei Etappen durchgehend elektrifiziert werden.

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