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EJ Die P8 - Baureihe 38.10-40

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Keine andere Lokomotivbauart der ehemaligen deutschen Länderbahnen hat es zu so großer Popularität gebracht wie die preußische Gattung P 8. Dabei war sie keine besondere Schönheit, und mit außergewöhnlichen Leistungen konnte sie eigentlich auch nicht aufwarten. Dafür zeichnete sie sich durch solide Bauweise und sprichwörtliche Zuverlässigkeit aus. Diese Attribute sind der P 8 jedoch erst allmählich zugewachsen.

Zu Beginn ihrer Karriere war diese Bauart mit der weit über die Zylinder hinausragenden Rauchkammerfront nicht unumstritten. Süddeutschen Fachleuten galt die Lok als hässlich. Die ihr ursprünglich zugedachten Aufgaben als Schnellzuglokomotive konnte sie nur mit Vorbehalten erfüllen. Rund sechs Jahre hat es gedauert, bis die gravierendsten Konstruktionsmängel behoben waren und die P 8 ab 1912 in meist großen Lieferserien die Fertigungsstätten verschiedener Lokomotivfabriken verließ. Schließlich ist sie dann doch zur meistgebauten Personenzuglokomotive der Königlich Preußischen Staatseisenbahn geworden.

Nach dem Zusammenschluß der Länderbahnen zu den Deutschen Reichseisenbahnen wurden noch mehr als 1000 Stück dieser von Robert Garbe auf den Weg gebrachten Heißdampflokomotive beschafft. Zum Teil konnten damit die Verluste ausgeglichen werden, die 1919 durch Abgaben gemäß dem Versailler Vertrag entstanden waren. Die Qualität der P 8 veranlasste verschiedene Bahnverwaltungen, weitere Lokomotiven bei deutschen Herstellern zu bestellen oder in Lizenz in eigenen Werken zu fertigen. Von der P 8 entstanden so insgesamt fast 4000 Maschinen. Im endgültigen Nummernplan der Deutschen Reichsbahn waren 2933 Fahrzeuge als Baureihe 38.10-40 verzeichnet. Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs standen den beiden deutschen Bahnverwaltungen noch rund 2000 Lokomotiven der preußischen Gattung P 8 zur Verfügung. Ein großer Teil der Fahrzeuge war allerdings beschädigt. Noch immer war die P 8 unentbehrlich. Die letzten dieser Maschinen überlebten sogar die meisten der ab 1950 in Dienst gestellten Neubaulokomotiven der Deutschen Bundesbahn. Erst 1975 ist mit der 038 772 das letzte Exemplar bei der DB ausgemustert worden. Ein Jahr früher endete der Betriebseinsatz der P 8 bei der DR. Länger (bis 1981) diente die so erfolgreiche Lokgattung nur in Polen als Baureihe Ok 1.

Auszüge aus unserem Inhalt

Robert Garbe und die P 8

Bauausführung

Bauartänderung bei KPEV und DRG

Tender

T 38 32 55 mit Abdampfturbinen-Triebtender

Die P 8-Umbauten der Baureihe 78.10

Lieferserien der P 8

Die P 8 bei der Deutschen Reichsbahn

Die P 8 bei der Deutschen Bundesbahn

Bauartänderungen und Leistungen bei der DB

Die 38.10-40 bei der Deutschen Reichsbahn

Die Baureihe 38.10-40 mit Giesl-Flachejektor

Die P 8 im Ausland

Die preußische p 8 im Modell

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Datum: 09.02.2016

Ich bin ein wirklicher Fan der P 8. Da die neue EJ-Special-Ausgabe komplett neu bebildert wurde, lohnt sich für mich die 95er-Ausgabe von Obermayer und Weisbrod als E-Book downzuloaden. Auch das Kapitel zum Abdampfturbinen-Triebtender der T 38 32 55 als Neukonstruktion von Henschel ist lesenswert.