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EJ Die E 10

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Inzwischen hatten die fünf Prototypen der E 10 viele Kilometer bei Messfahrten und im Betriebsdienst zurückgelegt. Unter Berücksichtigung der dabei gewonnenen Erkenntnisse war erst 1956 die Serienfertigung der Reihe E 10 angelaufen. Die Abnahme der ersten Fahrzeuge erfolgte im Februar 1957. Als letztes Exemplar der nun zur Baureihe 110 umgezeichneten Maschinen war die 110 510 am 10. März 1969 von der Deutschen Bundesbahn abgenommen worden. Mehr als 40 Jahre sind vergangen, seit die Baumuster der E 10 aus den Werkhallen von Krauss-Maffei, Krupp und Henschel rollten. Fast vier Jahrzehnte haben die ältesten der Serienmaschinen gedient. Als Stammutter elektrischer Einheitslokomotiven der DB hat die E 10 eine neue Epoche im Fahrzeugbau eingeleitet. Dies war für das Eisenbahn-Journal Anlass, die Entwicklung der Baureihe und der daraus entstandenen “Rheingold”-Loks im Rahmen einer EJ-Sonderausgabe zu würdigen. Beschrieben und dargestellt sind alle Baumuster und die Serienlokomotiven mit den verschiedenen Bauartänderungen. Ein Überblick zur Beheimatung der Maschinen zeigt die weite Verbreitung der bislang unentbehrlichen Fahrzeuge, deren Dienstzeit nun aber allmählich dem Ende entgegengeht. Ende der vierziger Jahre hatte man mit der neuen Baureihe E 46 die Beschaffung einer Universallokomotive mit einer zulässigen Höchstgeschwindigkeit von 120 km/h vorgesehen. Neue Erkenntnisse aus dem Betrieb laufachsloser Drehgestellmaschinen sollten bei der Neukonstruktion ihren Niederschlag finden. Noch während der Entwicklungsarbeiten kam es zu Änderungen bei den Anforderungen an das Leistungsprofil der neuen Lokomotiven, für die jetzt eine Höchstgeschwindigkeit von 125 km/h vorgesehen war.

Um die erforderliche Erprobung auf eine breitere Basis zu stellen, vergab die Deutsche Bundesbahn im Dezember 1950 den Auftrag zum Bau von vier Prototypen unterschiedlicher Antriebskonzeption an verschiedene deutsche Lokomotiv-und Elektrofirmen. Noch vor Jahresende war die Bestellung um ein Exemplar erhöht worden. Da inzwischen eine Höchstgeschwindigkeit von 130 km/h verlangt wurde, war nach dem geltenden Nummernschema die Baureihenbezeichnung E 10 für die neuen Fahrzeuge gewählt worden.

Neben der vierachsigen Bauart für den Reise- und leichten bis mittelschweren Güterzugdienst sollte auch noch eine schwere Güterzuglok E 50 mit zwei dreiachsigen Drehgestellen entwickelt werden. Bereits 1952 wurde das neue Typenprogramm um die Bauartvariante E 41 für den Nahverkehr erweitert. Zwei Jahre später ergab sich eine erneute Änderung in der Gliederung des Beschaffungsprogramms. Eine aus der E 10 abgeleitete Bauart wurde nun für den mittelschweren Güterzugdienst als E 40 gefordert.

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