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EJ Die Baureihen 82 und 83.10

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Nach dem Zweiten Weltkrieg entstand bei beiden deutschen Bahnverwaltungen nur noch je eine Lokomotivbauart der Hauptgattung Gt. Neben der Verwendung im Güterzugdienst sollten diese Fahrzeuge auch vor Reisezügen auf Haupt- und Nebenbahnen zum Einsatz kommen. Beide Baureihen erreichten keine großen Stückzahlen und kein hohes Dienstalter. Der Wandel in der Struktur der Zugförderung brachte den Bau von Dampflokomotiven zum Erliegen.

Mit der Baureihe 82 sollte eine Tenderlok geschaffen werden, die nicht nur die preußischen Gattungen T 16 und T 16.1 im Rangier- und Streckendienst ablösen, sondern auch die BR 87 auf der Hamburger Hafenbahn ersetzten konnte. Die Entwicklung der 82er war sehr rasch vonstatten gegangen; dennoch hielten sich die Mängel in Grenzen, zum Teil konnten sie auch behoben werden. Es blieben die Probleme mit dem zu schwach dimensionierten Rahmen.

Bei der Baureihe 82 sind die vom “Fachausschuss Lokomotiven” angestrebten “Neuen Baugrundsätze” weitgehend verwirklicht worden. In der Leistungscharakteristik und im Laufverhalten übertrafen die Maschinen alle anderen fünffach gekuppelten Tenderloks. Die wenigen im Steilstreckendienst im Schwarzwald und im Westerwald eingesetzten Fahrzeuge verbuchten respektable Laufleistungen. Dennoch kam bereits 1970/71, nach nur 20 Jahren, das Ende für die letzten 82er.

Noch zu Beginn der fünfziger Jahre ging die Deutsche Reichsbahn an die Entwicklung neuer Dampflokomotiven. Nach der Baureihe 65.10 für Hauptbahnen erschienen zu Beginn des Jahres 1955 die beiden ersten Exemplare der BR 83.10, Diese Gattung sollte vor allem auf den Nebenstrecken die Maschinen der Reihe 86 und die zahlreichen von Privatbahnen übernommenen Tenderloks ersetzen. Die vom Lokomotivbau “Karl Marx" in Babelsberg entwickelte 83.10 verfügte über besonders groß dimensionierte Vorratsbehälter. Nach den beiden Vorauslokomotiven erfolgte schon von August bis Oktober 1955 die Indienststellung weiterer 25 Fahrzeuge. Probleme gab es mit den zunächst noch vorhandenen Heißdampfreglern und mit der Sandstreueinrichtung. Die meisten Klagen betrafen aber das häufige Wasserüberreißen. Bis 1970 waren 27 Loks bei mehreren Dienststellen beheimatet. Nach 15 Dienstjahren kam mit der z-Stellung das Ende für die ersten Fahrzeuge. Im Oktober 1972 waren schließlich auch die letzten Exemplare aus dem Betriebsdienst ausgeschieden.

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