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EJ Die Baureihe E 03

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Anlässlich der Internationalen Verkehrsausstellung 1965 in München begann ein neues Zeitalter des Zugverkehrs auf deutschen Schienen: Der von der E 03 001 beförderte D 10 fuhr zwischen München und Augsburg fahrplanmäßig 200 km/h.

Als erste deutsche Elektrolokomotive war die E 04 09 zu Rekordehren gekommen. Bei Versuchsfahrten 1933 erreichte sie 153 km/h. 1935 folgte ihr die E 1801 mit ebenfalls bei einer Versuchsfahrt erreichten 165 km/h. Schließlich plante die DRG den planmäßigen Schnellverkehr mit 180 km/h und beschaffte zu diesem Zweck 1939/40 die für 225 km/h ausgelegten Prototypen E 19 01/02 und E 19 11/12. Von ihnen wurden die E 19 02 und E 19 11 für 180 km/h Höchstgeschwindigkeit zugelassen.

Als die Deutsche Bundesbahn zu Beginn der fünfziger Jahre für ihr Elektrifizierungsprogramm die Elloks konzipierte, sollte das Typenprogramm der "Einheitslok” E 10", E 40, E41 und E50 durch eine Co’Co’-Schnellfahrlok E 01 für 180 km/h ergänzt werden. Dieses Projekt eilte jedoch seiner Zeit zu weit voraus und verschwand erst einmal in der Schublade. Knapp zehn Jahre später aktivierte die DB vor dem Hintergrund der für 1965 geplanten Verkehrsausstellung ihre Schnellverkehrspläne von 1952. Als “Rennstrecke” war der Abschnitt Langenhagen - Uelzen vorgesehen; der TEE “Blauer Enzian” sollte dort als erster planmäßiger Zug mit “Tempo 200” präsentiert werden.

Es ist besonders dem ersten Präsidenten der DB, Prof. Dr. Heinz Maria Oeftering, zu verdanken, daß es 1965 zum Start des fahrplanmäßigen Zugverkehrs mit 200 km/h kam. Ohne sein Bemühen und ohne die IVA ’65 im Visier hätte es wahrscheinlich erst zu einem unbestimmbaren Zeitpunkt die erste Fahrt eines für den Verkehr zugelassenen Zuges mit 200 km/h in der Geschichte der deutschen Eisenbahn gegeben.

Dieses Ereignis wurde durch die von Henschel und SSW entwickelten Hochleistungsloks der Baureihe E 03, heute 103, möglich. Ihr gelungenes Design mit den in zwei Ebenen abgerundeten Stirnpartien und der attraktive bordeauxrot-beige TEE-Anstrich sorgten mit für das damalige große Aufsehen. Die auf der IVA ausgestellte E 03 003 gehörte zu den meistfotografierten Ausstellungsobjekten. Die 103 003 hält seit 14. Juni 1985 mit 283 km/h den Geschwindigkeitsrekord für deutsche Elektrolokomotiven. Der mit dieser Reihe begonnene planmäßige Schnellverkehr auf deutschen Schienen, ergänzt mit den moderneren Drehstrom-Lokomotiven der Baureihe 120/120.1, schuf die Voraussetzung für den Start der Deutschen Bahn mit 300 km/h in das nächste Jahrtausend.

Mit der im Dezember 1994 ausgelösten Beschaffung von 145 Bo’Bo’-Lokomotiven der Baureihe 101 (6400 kW, 220 km/h) auf der Basis der von ABB Henschel modifizierten Prototypen 120 004 und 005 durch die DB AG wird ab 1996 die Ablösung der eleganten DB-Renner der Baureihe 103 beginnen.

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