Blick in diese Ausgabe

EJ Die Baureihe 52

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Die große Monographie über die Baureihe 52 ist noch nicht geschrieben, wenngleich es einige verdienstvolle Publikationen über eine der jüngsten Entwicklungen der DRG gibt. Das liegt an der Fülle der gebauten Loks und deren ungesicherten Schicksalen in ganz Europa. Man denke nur an die vielen Lokomotivbewegungen, die nach Kriegsende stattgefunden haben, nicht zuletzt in Form von Abfuhr als Reparationsleistung. Das Bw Stendal, Erhaltungswerk für die Baureihe 52 bei der DR, hat Betriebsbücher eröffnet, auf deren Titel steht: Hersteller: unbekannt, Fabriknummer: unbekannt, Baujahr: unbekannt. Aber die Lokomotive bekam trotzdem eine Betriebsnummer.

Das neue Sonderjournal aus dem Fachverlag Merker verzichtet schon aus Platzgründen auf eine Lieferliste. Es erhebt bei keiner der abgedruckten Tabellen Anspruch auf Vollständigkeit; es kann nicht einmal schlüssig klären, warum das Raw Stendal manchen Lokomotiven eine Ersatz-Fabriknummer gegeben hat. Aber es versucht, die Geschichte der Baureihe 52 etwas weiter zu schreiben als nur bis zum Kriegsende im Mai 1945.

Bei der DB hat die Baureihe 52 in der Zugförderung keine Rolle gespielt; sie diente vornehmlich lediglich als Experimentierfeld für verschiedene Bauarten von Speisewasservorwärmern und als Kessellieferant für die Baureihe 50. Bei der DR liefen diese für einen Zeitraum von etwa fünf Jahren konzipierten Lokomotiven bis Ende der siebziger Jahre, erfuhren sogar noch eine Rekonstruktion und beendeten zusammen mit den Rekolokomotiven der BR 50 im Jahre 1988 das Zeitalter der Dampftraktion.

Die 52er, obwohl nur als billige Massenwaren konzipiert und verstanden, ist sicher die interessanteste Baureihe der DRG, weil hier der technische Fortschritt im Lokomotivbau (Schweißtechnik) ebenso wirksam wurde wie abenteuerliche Konstruktionen (Wellrohrkessel, Lentz-Ventilsteuerung), deren Erprobung unter den Bedingungen des “totalen Krieges” uns heute unverständlich ist.

Das vorliegende Sonderjournal möchte lediglich ein kleines Bausteinchen zur Geschichte der Baureihe 52 beisteuern. Und das ist dem bewährten Autorenpaar Manfred Weisbrod und Horst J. Obermayer denn auch in überzeugender Weise gelungen!

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