Die Reihe 1018

Österreichs Schnellzuglokomotiven E 18.2 mit 1018.101 und 1118.01

 

Erscheinungstermin: 02.05.2018

Printausgabe
Best.Nr.: 201801

12,50 €

Für den Einsatz auf den neu elektrifizierten Bahnlinien in Österreich nahm die DRB im Jahr 1940 acht Schnellzuglokomotiven in Betrieb, die aus der Baureihe E 18 weiterentwickelt wurden und bezeichnete sie als E 18 201 bis 208. Bei Kriegsende waren neben den E 18.2 auch die E 18 42 und die E 18 046 in Österreich verblieben. Aus den schwer beschädigten E 18 206 und E 18 046 baute man eine Lok wieder auf, die technisch einer E 18, elektrisch einer E 18.2 entsprach. Bei den ÖBB wurden die Lokomotiven als Reihe 1018 geführt. Der Umbau von drei auf zwei Frontfenster und die Lackierung in Blutorange ließen die Lokomotiven sehr gefällig erscheinen. Wichtigstes Einsatzgebiet war die Westbahnstrecke von Wien nach Salzburg. Während die E 18 der DB bereits im Jahr 1984 den Dienst quittieren mussten, wurden die letzten 1018er erst im Jahr 1992 ausgemustert. Vier Lokomotiven sind erhalten geblieben.

Auszüge aus unserem Inhalt

Motive

  • Im eleganten Fotografieranstrich
  • Was für ein Fest
  • Erzherzog Johann

Vorgeschichte

  • Der lange Weg zur Elektrifizierung der Strecke Salzburg - Wien
  • Elektrische Schnellzuglokomotiven für die Strecke Salzburg - Wien

Entwicklung

  • Von der 1870 zur E 18.200
  • Inbetriebsetzung und erste Betriebserfahrungen

Um 1945

  • Kriegsschäden an E 18 in und um Salzburg
  • Wiederaufbau nach dem Zweiten Weltkrieg

Veränderungen

  • Äußere und innere Umbauten an den 1018/1118
  • Lackierung und Farbgebung
  • Das Aussehen der E 18 046 bzw. der 1018.101
  • Design der E 18 42/1118.01
  • Die neuen ÖBB-Farben der 1970er Jahre
  • Die Museumslok 1018 005-7
  • Anschriften und Beschilderung

Der Betriebseinsatz

  • Einsatzgeschichte der Reichsbahn E 18.2 und der ÖBB-Reihen 1018 und 1118

Betriebseinsatz bei den ÖBB

  • Bilderbogen 1950er Jahre
  • Die 1018/1118 ab Ende der 1960er Jahre
  • Die 1970er und 1980er Jahre
  • Dem Ende entgegen, die 1990er Jahre
  • Die 1018 als (fahrbare) Vorheizanlagen

Stationierungsübersicht

Quellenverzeichnis

Technische Daten

Impressum

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Datum: 04.07.2018

In seinem Prolog beschreibt Christoph Kirchner ein Phänomen: „Eisenbahnfreunde interessieren sich oft nicht so sehr für die Technik von Lokomotiven, sondern mehr für deren Aussehen. Mit ihrer ästhetischen Formgebung sind die Lokomotiven der E-18-Familie deshalb bei Eisenbahnfreunden auch heute noch sehr beliebt.“ Wer Vorworte dergestalt formuliert, weiß offenbar genau, wie er den Nerv seines Publikums trifft und allenthalben bedient, was ein treuer Leserkreis erwartet: Christoph Kirchner wagt es, in seine Kiruba-Classic-Edition eine Lokomotivpublikation ohne ausufernde konstruktive Erörterungen (!) einzureihen. Dafür gibt es spannend erzählte Kapitel über den langen Weg zur Elektrifizierungder Magistrale Salzburg–Wien, zum „historischen Sprung“ von der Reihe 1870 zur E 18.2, reichhaltige Texte zu Erscheinungsbild und Einsatz, Anschriften, Beschilderungen und Designs der 1018. Klare Sache – auch so lässt sich Technikgeschichte vermitteln: als ein (schon lange erhofftes) Qualitätsnovum, das an die Stelle komplizierter Konstruktionsabbildungen (die eh nur wenige verstehen) historische Berichte setzt. Im Kontext ihres gediegenen Erzähltalents wissen die beiden routinierten Autoren mit frappierender Detailkenntnis zu überzeugen. Die eng korrespondierende Fotoauswahl, darunter ein „Bilderbogen 1950er-Jahre“ in der historischen Ästhetik gediegener Schwarzweissfotografie, kann sich im wahrsten Sinne des Wortes sehen lassen: Kiruba-Niveau in neuer Gestalt.