Die Baureihen 1089 und 1189

Österreichs Krokodil

100 Seiten, im DIN-A4-Format, Klammerheftung, ca. 160 Abbildungen

Autor: Franz Gemeinböck, Markus Inderst
Erscheinungstermin: 16.02.2017

Printausgabe
Best.Nr.: 201601

12,50 €

Im Zuge der Elektrifizierung der Arlbergbahn beschafften die BBÖ ab 1923 eine Gebirgsschnellzuglokomotive, die Züge mit einem Gewicht von 300 t mit 45 km/h über die Rampen dieser Gebirgsbahn ziehen konnte. Das war die Geburtsstunde der Lokomotiven, die fortan als österreichisches Krokodil bezeichnet wurden. Zwar wurde deren Technik in den folgenden Jahren durch den Siegeszug des Einzelachsantriebs rasch überholt, aber die solide Technik dieser Lokomotiven sicherte ihnen eine Einsatzzeit von weit über 50 Jahren. Ihr Ausgedinge fanden sie auf der Salzkammergutbahn, auf der sie von der Zfl. Attnang-Puchheim aus eingesetzt wurden.

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Datum: 13.04.2017

„Austria“-Krokodile: Sie sind gleich nach den Dampflokomotiven die bekanntesten und beliebtesten Zugmaschinen auf Schienen: Die gewaltigen Ellok-Oldtimer aus der Schweiz und Österreich, nach ihrer Form und Erscheinung folgerichtig als „Krokodile“ tituliert. Meist dunkelgrün, lang, gelenkig und mit Treibrädern und -stangen wie bei der Dampflok. Kein Vergleich zur mitunter auch als Krokodil bezeichneten E 94, denn nicht alles, was grün ist und Vorbauten hat, ist gleich ein solch echtes eisernes Reptil. Der Kiruba-Verlag, spezialisiert auf alte und interessante Elloks, Reisezugwagen sowie Alpenbahnen, hat jetzt eine 100-seitige Publikation über Österreichs „Krokodile“ mit der (neueren) Baureihenbezeichnung 1089 und 1189 herausgebracht. Diese Maschinen wurden für den elektrischen Betrieb auf der Arlbergbahn entwickelt (Reihen 1100 und 1100.1), technisches Vorbild war prinzipiell das schweizerische Krokodil der Bauarten Ce 6/8 und Ce 6/8 II. Beim späteren Einsatz der „Konkurrenz“ durch die Baureihe E 94 wurden die 1100er, jetzt als E 89 bzw. E 89.1 bezeichnet, in leichtere Dienste verdrängt. Nach dem Zweiten Weltkrieg waren die österreichischen Krokodile vornehmlich im Raum Salzburg, auf der Tauernbahn und zuletzt bis 1979 rund um Attnang-Puchheim im Einsatz. In bewährter Manier und Aufmachung der Eisenbahn-Journal Sonderausgaben behandelt das Heft die Technik- und Betriebsgeschichte dieser faszinierenden Maschinen, die von 1923 bis 1979 währte und hier auch mit dieser Zeitspanne im Bild dokumentiert wird. Insbesondere die historischen Fotos, teilweise sogar in Farbe, vermitteln einen Eindruck von der „Urgewalt“ dieser mit rund 115 Tonnen gleichzeitig zierlich und schlank anmutenden Maschinen. Neben dieser Bilderfülle und dem faktenreichen Text fällt insbesondere bei den großformatigen Farbaufnahmen der satte und warme Druck auf, der an viele und vornehmliche ältere Publikationen des Eisenbahn-Journal erinnert. Ein Zufall ist dies freilich nicht, betreut doch die Verlagsgruppe Bahn den Vertrieb der Veröffentlichungen des Kiruba-Verlages und geht man gemeinsame Wege hinsichtlich Produktion und Wahl der Druckwerkstätten.Wer Krokodile aus Eisen mag, macht mit dieser Neuerscheinung aus Papier nichts verkehrt.

Datum: 30.03.2017

Anregendes Portrait der früheren Gebirgs-Schnellzuglok Die Reihe „KIRUBA Classik“ portraitierte bereits etliche Klassiker der österreichischen Lokomotiv-Geschichte. Der 1020, 1042 und 1044 folgen nun die urigen Stangen-E-Loks der Reihen 1089/1189. Nach dem Erscheinen der Schweizer Ce 6/8, dem Vorbild aller Krokodile, suchte auch die Staatsbahn in Österreich nach einer Lösung für die Traktionsprobleme auf den elektrifizierten Rampenstrecken, insbesondere auf der Arlberg-Linie. Die im Vergleich zur Schweizer Maschine vereinfachte Konstruktion bewährte sich ab 1923 sehr gut, die letzten Loks wurden erst 1979 abgestellt. Die spannende Entwicklungsgeschichte, alle technischen Details und der Einsatz werden umfassend beschrieben und hochwertig illustriert.