125 Jahre Orient Express

92 Seiten im DIN-A4-Format, ca. 150 Abbildungen, Klammerbindung

ISBN: 978-3-89610-193-8
Autor: Konrad Koschinski
Erscheinungstermin: 01.07.2008

Printausgabe
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10,99 €

Der erste Orient-Express startete am 5. Juni 1883 im Pariser Ostbahnhof und dampfte über München, Wien und Bukarest bis zur bulgarischen Grenze. Hier bestand Anschluss nach Varna und weiter mit dem Schiff nach Konstantinopel. Knapp dreieinhalb Tage dauerte damals die mehr als 3.000 km lange Fahrt von Paris ins heutige Istanbul. Die Internationale Schlafwagen-Gesellschaft ISG bot in ihren Schlaf-wagen allen nur erdenklichen Komfort, die Ver-pflegung erfolgte im Speisewagen. Ab 1888 gab es eine durchgehende Schienenverbindung über Belgrad und Sofia nach Konstantinopel, die betuchten Fahrgäste der Belle Epoque konnten erstmals ohne Umsteigen von der Seine zum Bosporus reisen. Nach dem Ersten Weltkrieg fuhr der klassische Orient-Express nur noch bis in die unteren Donaustaaten, Reisende von Westeuropa in die Türkei benutzten den neu eingeführten Luxuszug Simplon-Orient-Express über Mailand. Obwohl die alten Namen blieben, mutierten die einstigen Schlafwagen-Luxuszüge nach der Unterbrechung durch den Zweiten Weltkrieg zu gewöhnlichen Schnellzügen. In der Zeit des Kalten Krieges wurde der Stammlauf des Orient-Express auf Paris--Budapest beschränkt, zeitweise endete er sogar schon in Wien. Direkte Wagen Paris--Mailand--Istanbul gab es hingegen immerhin bis 1977. Auch heute noch kann man in den Kursbüchern den Namen „Orient-Express“ entdecken: Der EuroNight Orient-Express von Wien nach Straßburg mit TGV-Anschluss nach Paris erinnert an den legendären Luxuszug, um den sich zahlreiche Geschichten ranken. Bis zum Zweiten Weltkrieg wurde der Orient-Express ausschließlich mit ISG-Wagen gefahren, zunächst solche mit Holzaufbauten und Teakholzverkleidung, später Typen in Ganzmetallausführung mit dunkelblauem Anstrich. Die Lokomotiven wurden von den jeweiligen Bahnverwaltungen gestellt, die schon aus Prestigegründen stets bemüht waren, ihre besten und modernsten Zugpferde vor dem Luxuszug zum Einsatz zu bringen. Im deutschen Streckenabschnitt nahmen die bayerischen S 3/6 eine herausragende Stellung ein, bis sie von E 16, E 17 und E 18 abgelöst wurden. Im benachbarten Österreich kamen u.a. die rassigen 1'C2'-Renner der Reihe 310 zum Einsatz. Die aktuelle Sonderausgabe des Eisenbahn-Journals lässt nicht nur die wechselvolle Geschichte des berühmten Luxuszuges Revue passieren, sondern befasst sich vor allem mit den vielfältigen Fahrzeugen, die zum Einsatz kamen. Zahlreiche bislang unveröffentlichte, oft großformatig wiedergegebene Fotos und ein kompetenter Text beantworten nahezu alle Fragen anlässlich des 125. Geburtstags des Orient-Express.

Auszüge aus unserem Inhalt

  • Orient-Express: Der König der Züge feiert Jubiläum
  • Galerie: Orient-Express - gestern und heute
  • Vorgeschichte: Nagelmackers´ Compagnie
  • Zeitraum bis 1914: Im Glanz der Belle Epoque
  • Zeitraum 1914 bis 1940: Die zweite Epoche
  • Fahrzeuge in der Epoche II: Edle Zugpferde, blaue Wagen
  • Lokschaden: Ein Abenteuer mit dem Orient-Express
  • Zeitraum 1945 bis 1977: Klangvolle Namen, verblasster Glanz
  • Nostalgiezüge: Auferstanden und luxuriöser denn je
  • Zeitraum 1977 bis heute: Balkan-Verkehr im Niedergang
  • Zeittafel: 125 Jahre Orient-Express
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