20.07.2016

Schwergewicht für den Ablaufberg

V 90 - Technik - Einsatz - Verbleib (Eisenbahn-Journal Special 2/2016)

Für den schweren Rangierdienst beschaffte die Deutsche Bundesbahn in den Jahren 1964 bis 1978 insgesamt 507 Diesellokomotiven der V 90-Familie. Ab 2003 wurden 400 Lokomotiven der Baureihe V 90 remotorisiert, da sie für die DB im Rangier- und Streckendienst weiterhin unverzichtbar sind. Die V 90 stellt bislang einen weißen Fleck in der Eisenbahnliteratur dar. Nach erstmaliger Auswertung vieler MaK-Dokumente wird hier ein umfassender Überblick über die zuverlässigen DB-Rangierloks geboten.

 

In den vergangenen Jahren ist in der Eisenbahnliteratur eine Menge zum Thema Diesellokomotiven in Deutschland erschienen. Zu nahezu jedem Loktyp gibt es mittlerweile mehr oder minder umfangreiche Monografien in den Buchhandlungen zu finden, und selbst die eine oder andere Splittergattung mit nur wenigen gebauten Exemplaren hat es mittlerweile zu einer Würdigung in Form eines dicken Wälzers oder üppiger Bildbände im Heftformat gebracht.

 

Die V 90-Familie ist die einzige, die das bislang noch nicht von sich behaupten kann. Die Deutsche Bundesbahn stellte von 1964 bis 1978 insgesamt 507 Maschinen in Dienst (vier weitere gelangten auf anderen Wegen in ihren Bestand), die auch heute noch allgegenwärtig und unverzichtbar für die vielfältigen Rangieraufgaben in ganz Deutschland sind. Doch ein Heft oder ein Buch zu dieser Baureihe, die selbstverständlich wie kaum eine andere das Bild der jüngeren Bundesbahn geprägt hat, ist bislang nicht erschienen. Das wollen wir mit dieser Sonderausgabe des Eisenbahn-Journals ändern und dieser wohlgelungenen Loktype endlich ein entsprechendes Denkmal setzen. Auch dass die mittlerweile über 50 Jahre alte Konstruktion bis heute nicht aus dem Alltag der modernen DB AG wegzudenken ist und außerdem bei zahlreichen anderen Eisenbahnunternehmen begehrt ist, spricht für die wohlüberlegte Arbeit, die sich der federführende Hersteller MaK gemeinsam mit dem Bundesbahnzentralamt München Anfang der 1960er geleistet hat.

 

Wie schon bei der V 100, ist auch die V 90 eng mit dem Namen MaK verbunden. MaK nutzte die Lokkonstruktion auch, um für andere Abnehmer im In- und Ausland zu werben. In Deutschland wurde hierzu ab 1969 die speziell für Privatbahnen adaptierte G 1600 BB entworfen, die ebenfalls ihren Platz in dieser Ausgabe erhält. Selbstverständlich gehen wir auch auf die Verbleibe der nicht mehr bei der DB aktiven Loks ein. Und nicht zuletzt haben wir auch einige Überraschungen in dieser Ausgabe; so berichten wir zum Beispiel über einige erstaunliche (letztlich aber leider erfolglose) Projekte, mit der diese Lokkonstruktion auch die Chance auf eine weit größere Ahnengalerie gehabt hat.

 

Vorwort von Gunnar Meisner und Malte Werning

 

Auszug aus

V 90 Technik - Einsatz - Verbleib

Eisenbahn-Journal Special 2/2016

Best.-Nr.: 541602

 

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