„Ich weiß nicht, was soll es bedeuten ...“

Bahn im Mittelrheintal

… fängt das bekannte Loreley-Gedicht von Heinrich Heine an und erzählt von Verlockung und Verderben am landschaftlichen Höhepunkt des großen internationalen Stroms. Seit die Schifffahrt und die Verkehrswege entlang des Rheins nicht zuletzt dank der Eisenbahn sicherer geworden sind, lockt das Mittelrheintal, im Jahre 2000 von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt, Jahr für Jahr Millionen von Touristen und Ausflüglern aus Nah und Fern an. Doch das Rheintal ist nicht nur das romantische Aushängeschild Deutschlands, sondern seit jeher auch eine der wichtigsten Verkehrsadern des Landes. Zu Wasser, zu Straße und – auf der Schiene!

 

Die beiden stählernen Magistralen links und rechts des Stroms zählen zu den bekanntesten und beliebtesten Eisenbahnstrecken Deutschlands, so mancher zieht die gemächlichere Fahrt auf ihnen der neuen Schnellbahntrasse zwischen Köln und Frankfurt vor und möchte vom Zug aus den sagenumwobenen Fels erspähen, der natürlich auch Namenspate für ganze Generationen von Fernreisezügen war und ist – vom historischen F 163 „Loreley-Expreß“ von Basel nach Hoek van Holland über den IC 726 der Achtzigerjahre (Bild) bis hin zum aktuellen IC 2011 von Düsseldorf nach Tübingen!

 

Und Sie, liebe Leserinnen und Leser, ahnen natürlich längst, was diese Sonderausgabe des Eisenbahn-Journal bedeuten soll: Eine in Text und Bild aufbereitete Eisenbahnreise durch das Mittelrheintal, eine gleichsam informative wie faszinierende Lektüre zur Vielfalt von Verkehr und Kulturlandschaft im Kernabschnitt zwischen Bingen/Rüdesheim und Koblenz. Ganz bewusst wird in diesem Heft die jüngere Geschichte von etwa 1970 bis heute beschrieben, weil die komplette Chronik von gleich zwei großen Eisenbahn-Magistralen den verfügbaren Platz sprengen würde und weil die historische Geschichte der Eisenbahnen am Mittelrhein bereits in früheren Veröffentlichungen erschöpfend behandelt wurde. Denn auch in den letzten 45 Jahren – zu denen die meisten Leserinnen und Leser auch einen persönlichen Bezug haben – hat sich auf und entlang der Rheinstrecken so viel getan und verändert, dass damit ein vielseitiges und brandaktuelles Heft gestaltet werden konnte. Aber natürlich wird dort, wo es angebracht erscheint und zum tieferen Verständnis beiträgt, auch auf frühere Epochen eingegangen.

 

Täglich rund 400 Züge, eine großartige Kulturlandschaft mit ständig wechselnden Perspektiven und nicht zuletzt der große Strom mit seinem regen Schiffsverkehr bieten in ihrem Zusammenspiel die Kulisse für unzählige Fotomotive sowie reichlichen Stoff für die Niederschrift von Beobachtungen, Erlebnissen und faktenreicher Eisenbahngeschichte. Ob der sich ständig wandelnde Güterverkehr, letzter Dampfbetrieb in Bingerbrück, die Veränderungen von Strecke und Bahnhöfen oder die Vielfalt der Fernreisezüge vom Rheingold über den Lufthansa-Airport-Express bis zum Intercity und ICE – die drei Autoren dieser Ausgabe, allesamt am Mittelrhein ansässig und dort sogar teils als Eisenbahner tätig, haben den Schienenverkehr im Mittelrheintal seit 1970 detailliert dokumentiert. Freuen Sie sich auf eine erlesene Auswahl dieses Materials in diesem Heft und reisen sie mit uns zum rund 60 Kilometer langen Höhepunkt der beiden Rheinstrecken – es könnte Ihnen etwas bedeuten!

 

Vorwort von Joachim Seyferth

 

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EJ Specialausgabe 2/2014

von Joachim Seyferth, Knut Schelenz und Jürgen Teubner

Bahn im Mittelrheintal

Koblenz – Bingen / Koblenz – Rüdesheim

Erscheint am 11. September 2014

Bestellnummer: 541402