Mein Bw Osterfeld-Süd: Ein Sommer am Ausschlackkanal

Sommer 1974 – zwischen Schule und Studium. Während die meisten Klassenkameraden „dem Ernst des Lebens“ damit begegneten, Urlaub zu machen, harmlosen Jobs nachzugehen oder eingezogen zu werden, bewarb sich Georg Wagner im Bundesbahn-Betriebswerk Oberhausen Osterfeld-Süd als Betriebsarbeiter.

 

Es mag vermessen klingen, eine Dienststelle mit über 1000 Mitarbeitern, Ende 1973 Heimat-Bw von 90 Elektroloks der Baureihe 140 und noch 48 Dampfloks der Baureihe 050-053, mit dem Possessivpronomen „mein“ zu bezeichnen. Doch immerhin war ich 1974 für wenige Monate – zwischen Schule und Studium – offiziell ein kleiner Teil dieses Betriebes. Unbedeutend für das Gesamtsystem, für mich selbst aber ein entscheidender Lebensabschnitt. Konnte ich doch hier die Dampflokomotiven nicht nur von außen fotografierend, sondern hautnah und quasi von innen erleben: als Betriebsarbeiter im Bw Osterfeld-Süd.

 

Die Dampfloks waren allgegenwärtig

Während sich „normalen“ Menschen die Verortung von Bahn-Knotenpunkten wie Osterfeld- Süd (oder auch Wedau oder Gremberg) nicht sofort erschließt, war für mich als gebürtigem Essener das unmittelbar jenseits der nordwestlichen Stadtgrenze auf Oberhausener Gebiet gelegene, schnell erreichbare Betriebswerk ein Heimspiel. Schon in den Jahren 1972/73 war ich häufig dort zu Gast.

 

In der aktuellen Ausgabe der Bahnepoche schildert Georg Wagner wie er in sein „Paradies“ kam . . . bis zu seiner letzten Frühschicht am Samstag, den 12. Oktober 1974. Ein knappes Jahr später verließen auch die letzten 50er Osterfeld.


Auszug aus der BahnEpoche 31/2019

Ein Sommer am Ausschlackkanal
1974 in Oberhausen-Osterfeld Süd

mit Gratis-DVD „Dampf im Ruhrpott" (Laufzeit 55 Minuten)

erscheint am 05.06.2019

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